Zellexperimente bestätigen deutlich geringeren Schaden durch E-Zigarette

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E-Zigaretten sind einer neuen Studie zufolge deutlich weniger toxisch für Zellen im Vergleich zu gewöhnlichen Zigaretten.




Die Forscher der Universität im italienischen Catania kommen mittels dreier verschiedener Verfahren zum Schluss, dass die Cytotoxizität, also die Giftwirkung auf Zellen, von Dampf aus E-Zigaretten im Vergleich zu einer klassischen Tabakzigarette „stark reduziert“ sei. Die Zellen wurden dafür bis zu 72 Stunden beobachtet. Während kurz nach der Bedampfung ein gewisser, aber in der Regel deutlich abgeschwächter negativer Effekt zu beobachten gewesen sei, nahm dieser im Vergleich zum Tabakrauch in der Regel rasch wieder ab. Auch die Stabilität der Mitochondrien, den „Kraftwerken“ in Zellen, sei kaum beeinträchtigt gewesen.

Zweitens suchten die italienischen Forscher, die ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Drug Testing and Analysis“ veröffentlichten, auch nach Verunreinigungsspuren, die durch Plastik- und Metallkontakt in E-Zigaretten-Liquids geraten könnten. „Unsere Resultate zeigten keine Verunreinigungen in allen E-Liquids“, hieß es zu den vier Proben, die die Wissenschaftler untersucht hatten. Das Fazit: „Zusammenfassend stützen die Resultate das verminderte Schadpotenzial von E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten in einem In-Vitro-Modell das einer realen Rauchsituation nachempfunden ist.“

Auch wenn neue Methoden zum Einsatz kamen und die Studie besonders ausführlich angelegt war: Neu ist die Grunderkenntnis natürlich nicht. Auch eine große Übersichtsstudie, die viele einzelne Forschungsergebnisse zusammenfasst, kam zum Beispiel 2020 zum Ergebnis, dass das Schadpotenzial von E-Zigaretten in Laborstudien zwar klar vorhanden und auch messbar ist. Allerdings ist es in aller Regel um Größenordnungen kleiner als bei der Tabakzigarette.

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