Werbewirtschaft geißelt Verbot der Tabakwerbung

Es war ein hochkarätiges „Plenum der Werbung“, das in Berlin tagte. Auf der jährlichen Hauptversammlung der Werbeindustrie wurden viele aktuelle Themen besprochen.




Die eGarage interessierte an den Debatten natürlich ein Thema besonders. Das drohende Werbeverbot für Tabakprodukte. Andreas F. Schubert, frisch wieder gewählt im Amt des ZAW-Präsidenten, bemerkte ironisch: Wenn der Staat alles regulieren will, kann das dazu führen, dass bald auch Ski fahren auf dem Index steht. Denn laut Statistik verunglücken auf den Pisten jedes Jahr rund 50.000 Menschen in Deutschland so schwer, dass sie sich in ärztliche Behandlung begeben müssen.

Das drohende Tabakwerbeverbot sei ein absolutes Novum in der Geschichte in der Werbung, hieß es:

Die Frau, die die Meinung der Deutschen schon von Amts wegen gut kennt, ist Prof. Dr. Renate Köcher. Und sie kennt den mündigen Verbraucher – der beispielsweise vor größeren Anschaffungen gründlich recherchiert. Ob online oder im Laden – 78 Prozent der Bundesbürger gehen nicht blauäugig los und lassen sich von irgendwelchen oberflächlichen Entscheidungen treiben. 77 Prozent schenken ihr Vertrauen übrigens Produkten, die sie gut kennen und mit denen sie schon positive Erfahrungen gemacht haben.

Man könnte diese Auflistung endlos fortsetzen, entscheidend ist aber: Werbung ist auch ein Garant der Medienvielfalt. Und die Vielfalt wiederum ist ein Ausdruck unserer persönlichen Freiheit.

Verbote bringen nichts, diese Auffassung ist für einen Liberalen nicht neu. Dennoch scheint ein Großteil manche Verbote hinzunehmen, warum soll der Staat das nicht für mich regeln, ist keine so selten zu hörende Meinung.

FDP-Chef Christian Lindner ist der Auffassung: Vater Staat kann und darf nicht alles regeln. Er muss den Rahmen vorgeben, aber die detaillierte Ausgestaltung ist nun wahrlich nicht seine Sache.