Werbeverbots-Koalition formiert sich

Es hat sich ja rumgesprochen, dass sich die Bundesregierung mit dem Tabakänderungsgesetz und dem darin niedergefassten Werbeverbot – auch für die Dampfer-Branche – schwer tut. Allen voran der CDU-Fraktionschef Volker Kauder. Wir berichteten darüber: Werbeverbot in Berlin




Bevor nun am 18. Oktober die CDU/CSU-Bundestagsfraktion darüber abstimmen wird, machen die Befürworter der Verbotsregelung mobil, mit den üblichen Verdächtigen.

So fordert die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Marlene Mortler, CSU, in einem Beitrag der Funke-Mediengruppe eine flotte Einführung des Werbeverbots und Beschlussfassung noch in diesem Jahr. Und springt damit den Ministerkollegen Gröhe (Gesundheit/CDU) und Schmidt (Ernährung und Landwirtschaft/CSU) bei, wie die Nachrichtenagentur epd meldet.

Aus der Großen Koalition kommt Zuspruch vom SPD-Abgeordneten und Berichterstatters Rainer Spiering, der mit den Worten zitiert wird: „ Aus Gründen des Gesundheits- und Verbraucherschutzes
muss die Liste der verbotenen Zusatzstoffe für Tabakprodukte und E-Zigaretten erweitert werden.“, wie die Tabakzeitung schreibt.

Und dann stimmt noch wie Zeit-Online die Deutsche Krebshilfe ein: Deutsche Krebshilfe fordert Verbot von Tabakwerbung

Im Deutschen Ärzteblatt äußern sich die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGPB) sowie Ärztekammer und Marburger Bund.

Auffällig ist dabei immer, dass die Argumentation sich meist gegen die Tabakzigarette richtet und die E-Zigarette so als Kollateralschaden mitläuft. Wenn Rauchen halt dem Dampfen gleichgestellt wird. Das schmerzt und zeugt nicht von großer Recherche-Bereitschaft Wissenschaftlichkeit.

Wir empfehlen unser Kolloquium und den Vortrag der britischen Wissenschaftlerin Prof. Linda Bauld: eGarage insight – Auszüge aus dem Vortrag von Prof. Linda Bauld. Das könnte einige Missverständnisse klären und die Objektivierung der Debatte befördern.

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