Vom Dampfen und Rauchen

Die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, hat die neuesten Raucherzahlen weltweit bekanntgegeben – und erkennt Erfolge in den langjährigen Anti-Raucher-Kampagnen.




Zwischen den Jahren 2000 und 2018 sank nach Erhebungen der WHO die Zahl der Tabakzigarettenkonsumenten um rund 60 Millionen auf nahezu 1.34 Milliarden Raucher. Die meisten Aussteiger sind bei Frauen zu verzeichnen, nämlich von 363 auf 244 Millionen, wie AFP/Tagesspiegel meldet. Allerdings stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der rauchenden Männer um 40 Millionen auf ca. 1.094 Milliarden Raucher. Für die kommenden fünf Jahre rechnet die WHO mit einem weltweiten Rückgang der Raucher auf 1.087 Milliarden Glimmstängelnutzer.

Die grauenvollen Umstände mit Toten und Erkrankten nach „gepantschten“ Liquids mit in Europa verbotenen Zusatzstoffen wie Vitamin-E-Acetat und THC-Ölen veranlasste nun das Landeskriminalamt von Nordrhein-Westfalen vor dem Konsum von illegalen Liquids. Öfters seien diese mit K.O.-Tropfen oder mit synthetischen Cannabinoiden versetzt, die lebensbedrohliche Zustände verursachen können, wie das LKA meldet. Die Verpackung der illegalen Liquids lasse nicht auf die chemische Zusammensetzung schließen. In dem Bundesland seien einige Produkte aufgetaucht, die mit „GBL (Abkürzung für: Gamma-Butyrolacton)“ versetzt gewesen wären.

Und nun noch eine Meldung aus dem Bundestag: „Mögliche Gesundheitsgefahren durch den Konsum von E-Zigaretten und Tabakerhitzern werden derzeit noch erforscht. Vorliegende Daten zeigten, dass E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten weniger Schadstoffe im Aerosol enthielten, aber trotzdem keine harmlosen Konsumprodukte seien, heißt es in der Antwort (19/15371) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/14898) der FDP-Fraktion. Die gesundheitlichen Folgen des Langzeitkonsums von E-Zigaretten ließen sich noch nicht abschätzen. Der Forschungsstand zu den Risiken der E-Zigaretten werde kontinuierlich beobachtet. Darüber hinaus beobachte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die aktuelle Lage in den USA genau, wo in kurzer Zeit mehr als 2.000 schwere Lungenerkrankungen und 39 Todesfälle bei Konsumenten von E-Zigaretten gemeldet worden seien. Einer Studie zufolge konsumieren aktuell 1,8 Prozent der Bevölkerung in Deutschland E-Zigaretten.“, meldet hib – heute im bundestag Nr. 1443 am vergangenen Donnerstag.