Verbindung zwischen Nikotin und Covid bleibt im Fokus

Die mögliche Verbindung zwischen Nikotin und Ansteckung und Verlauf von Covid bleibt weiter im Fokus von Wissenschaftlern, die die Hypothese verfolgen, dass Nikotin eine deutlich schützende oder abmildernde Wirkung haben könnte. Dies wurde laut Berichten auch auf dem gerade beendeten virtuellen Global Forum on Nicotine deutlich, das eigentlich dieses Jahr in Warschau hätte staffinden sollen. Der griechische Kardiologe Konstantinos Farsalinos sagte demnach in einem Redebeitrag, Studien zeigten, dass Raucher bei den Covid-Patienten, besonders in Krankenhäusern, unterrepräsentiert seien. „Wir glauben, dass Nikotin der plausibelste Kandidat für diese mit dem Rauchen verbundenen Effekte ist“, sagte er. Die These, die verfolgt werde, sei, dass es eine Interaktion gebe zwischen SARS-Cov2 und nikotinischen Acetylcholinrezeptoren (nAChR). Es müsse allerdings noch ausführlicher geforscht werden. Er unterstrich damit seine erste These in dieser Richtung.

Riccardo Polosa von der Universität Catania und Direktor des Center for Smoking Prevention sagte, es gebe zunehmend gesicherte Erkenntnisse, dass Rauchen überhaupt kein Risikofaktor sei. Er vermute, dass „Dampfen und Heat-not-Burn-Produkte“ nur mit „sehr geringer Wahrscheinlichkeit“ als Risikofaktoren für Covid-19 zu gelten hätten, da sie zudem deutlich weniger giftig als herkömmliche Zigaretten seien.

Das Video des Fachbeitrags von Farsalinos ist leider (noch) nicht vom Nikotinforum veröffentlicht worden. Gegebenenfalls reichen wir den Link nach.