Untersuchung: Dampfen klar besser als Rauchen, Dual Use problematisch

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Eine jüngst veröffentlichte Untersuchung unterstreicht, dass die Kombination von Rauchen und E-Zigarette (Dual Use) keine oder kaum Vorteile im Vergleich zum alleinigen Rauchen bietet. Der vollständige Umstieg auf die E-Zigarette allerdings hat einen stark positiven Effekt.  Im Fachmagazin „Circulation“ der American Heart Association wurde eine entsprechende Auswertung veröffentlicht, die zeigt, dass in diesem Fall die Funde an Biomarkern kaum zurückgehen, die bei Entzündungen und sogenanntem oxidativen Stress in den Zellen ansteigen.

Fünf Indikatoren wurden unter die Lupe genommen und die Untersuchung umfasste rund 7100 erwachsene Probanden. Laut Heart Association – eine einflussreiche Nichtregierungsorganisation, die sich unter anderem gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen engagiert – liege damit eine der ersten „repräsentativen“ Untersuchungen in diesem Bereich vor. Die Blut- und Urin-Befunde, auf denen die Auswertung basiert, sind relativ alt: Sie stammen von 2013 und 2014.

In einer Zusammenfassung der Ergebnisse heißt es: „Teilnehmer, die ausschließlich dampften, zeigten ein ähnliches Profil an Entzündigungsreaktionen und oxidativem Stress wie Personen, die weder rauchten noch E-Zigaretten nutzten.“ Der Satz ist insbesondere deshalb so bemerkenswert, weil die Heart Association sich stark gegen die E-Zigarette engagiert. Allerdings vor allem gegen die Verbreitung unter Jugendlichen. Zum Dual Use heißt es zusammenfassend: „Teilnehmer, die Zigaretten und E-Zigaretten zeigten vergleichbare Niveaus an Biomarkern für Entzündungen und oxidativen Stress wie jene, die ausschließlich rauchten.“

Die fünf untersuchten Biomarker werden laut der Veröffentlichung klar mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht und gelten als Risikofaktoren. Allein aufgrund der Biomarker-Untersuchung lässt sich aber bei weitem noch keine vollständige Risiko-Einschätzung treffen, sie deckt nur einen Teilbereich ab. Krebsrisiken zum Beispiel entstehen durch viele weitere Inhaltsstoffe. Finanziert wurde die Untersuchung von Regierungsstellen sowie Gesundheitsorganisationen. Einer von 13 Autoren gab an, Geld von einer Tochter des Pharmakonzerns Johnson & Johnson erhalten zu haben, der Rest habe frei von etwaigen Interessenkonflikten gearbeitet.