Umfrage zeigt wie Fehlinformationen die Akzeptanz der E-Zigarette untergraben

Ohio ist weit weg von Deutschland. Aber vermutlich würden die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Umfrage hierzulande nicht viel anders ausfallen.

Die Mehrheit der Bevölkerung des US-Bundesstaats glaubt tatsächlich, dass Dampfen genauso schädlich für die Gesundheit ist wie Tabakzigaretten. Oder sogar noch schädlicher. Laut einer Umfrage des Ohio Health Issues Poll sind nur 34 Prozent der repräsentativ befragten Erwachsenen der Meinung, dass E-Zigaretten weniger gesundheitlichen Schaden anrichten. 47 Prozent glauben, dass Dampfen genauso gefährlich wie Tabakrauch ist. Und 12 Prozent sagen sogar, der Schaden durch E-Zigaretten sei größer.

Natürlich, auch die E-Zigarette ist mit Sicherheit nicht gesund. Aber es steht inzwischen wissenschaftlich außer Frage, dass Tabak noch sehr viel schädlicher ist. Die staatliche britische Gesundheitsbehörde geht zum Beispiel von etwa 95 Prozent weniger Gesundheitsgefährdung durch Dampfen aus, dort wird die E-Zigarette auf Rezept sogar für die Rauchentwöhnung eingesetzt. Der von uns interviewte US-Gesundheitspolitiker Michael B. Siegel glaubt, dass der Umstieg von der Tabak- auf die E-Zigarette einen enormen gesundheitlichen Fortschritt bringt und zweifelsohne jedem Raucher zu empfehlen ist, der nicht ganz von seinem Laster lassen kann. Dass knapp 60 Prozent der Befragten dies anders einschätzen, ist erschreckend.

Auch Siegel zeigt sich in einem aktuellen Beitrag entsetzt über die Umfrage. „Es besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass die Verwirrung in der Öffentlichkeit direkt auf die Lügen und die Täuschungen durch Anti-Dampf-Gruppen zurückzuführen sind. Dazu gehören Regierungsorganisationen wie die FDA, die CDC, und die Gesundheitsämter in Kalifornien, Washington, Vermont und Alaska.“

Eine beklagenswerte Parallele zu Deutschland: Auch hier wird die E-Zigarette immer wieder massiv und großenteils mit wenig Substanz in der Argumentation angegriffen. Besonders tut sich hierbei das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hervor. Auch falsche Aussagen von Wissenschaftlern tragen ihren Teil bei. Und schließlich geben auch die Medien kein gutes Bild ab. Sie alle erweisen der Gesundheit der Bevölkerung einen Bärendienst.