Umfrage: Europas Dampfer legen hohen Wert auf Aromen

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Eine Umfrage des europäischen Dampferverbandes kommt zum Ergebnis, dass den E-Zigaretten-Nutzern süße Aromen besonders wichtig sind und ein weit überwiegender Teil angibt, mit dem Rauchen komplett aufgehört zu haben.




Die Independent European Vape Alliance (IEVA), an der maßgeblich auch deutsche Vertreter mitwirken (siehe eGarage-Interview kürzlich), hatte Ende Mai die nicht repräsentative, aber europaweite Umfrage gestartet und veröffentlichte nun die Ergebnisse.

Demnach gaben rund zwei Drittel der Dampfer an, Obstaromen oder andere süße Liquids zu verwenden. 40 Prozent nutzen hauptsächlich Fruchtgeschmack, weitere 25 Prozent andere süße Aromen wie zum Beispiel Schokolade. 35 Prozent dagegen bevorzugen Tabakgeschmack. IEVA wollte von den Teilnehmern zudem wissen, wie sie reagieren würden, wenn alle Liquid-Aromen außer Tabakgeschmack verboten würden, was in der politischen Diskussion um die Regulierung hin und wieder als Forderung auftaucht und in einigen Ländern tatsächlich auch umgesetzt wird. Nur 20 Prozent der Dampfer würden auf Tabakaromen umsteigen. 31 Prozent dagegen würden versuchen, sich auf dem Schwarzmarkt zu versorgen. Viele Liquid-Aromen sind schließlich als Lebensmittelaromen breit und frei verfügbar. Eine maximal negative Folge: Neun Prozent würden sogar wieder anfangen zu rauchen.

Eine Vielzahl der Dampfer (81 Prozent) gab an, den Tabakkonsum vollständig eingestellt zu haben. Weitere zwölf Prozent konnten das
Rauchen mit Hilfe von E-Zigaretten reduziert. Über die unterschiedlichen Schadpotenziale wissen die teilnehmenden Dampfer gut Bescheid: 86 Prozent der Teilnehmer gehen davon aus, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als Tabakzigaretten. Nur zwei Prozent glauben, dass Dampfen genauso schädlich oder schädlicher ist als das Rauchen.




Dustin Dahlmann, Vorsitzender der IEVA, ließ sich in einer Mitteilung mit folgenden Worten zitieren: “Ein Aromenverbot muss um jeden Preis vermieden werden, da dies viele Dampfer dazu veranlassen würde, unregulierte Produkte auf dem Schwarzmarkt zu kaufen oder sogar wieder mit dem Rauchen anzufangen.”

Die Umfrage hat als Stimmungsbild unter Dampfern  durchaus Aussagekraft, allerdings ist sie wie erwähnt nicht repräsentativ. Das heißt, es ist nicht gesagt, dass die E-Zigaretten-Nutzer insgesamt diese Einstellungen aufweisen. Es ist davon auszugehen, dass tendenziell eher interessierte Dampfer, die sich gerne intensiv mit dem Thema beschäftigen, davon erfahren und mitgemacht haben. Insgesamt 3300 Dampfer in Europa nahmen laut IEVA an der Umfrage teil.