Trumps Wende bei E-Zigaretten

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Es soll mal keiner sagen, dass der US-Präsident nicht wendig ist, gerne auch seine Position ins Gegenteil kehrt – und das auch noch beim Dampfen.




Es ist gerade mal zwei Monate her, da wies Donald Trump seinen Gesundheitsminister an, eine Vorlage mit „sehr strengen Regeln“ zu erarbeiten, in der Aromastoffe wie Minze, Kaugummi und Früchte verboten werden sollten – zum Schutz der Kinder und Jugendlichen in den Staaten. Sein Minister legte sein Papier Anfang November vor, aber der Präsident, der gerne medienträchtig solche Papiere in Anwesenheit von Betroffenen unterzeichnet, lehnte dies nun ab, wie die „Washington Post“ weiß.

Nun kann man darüber spekulieren, ob dies dem heftigen Lobbyieren der amerikanischen Tabakindustrie geschuldet ist, die mit Arbeitsplätzen und so auch mit Wählerstimmen argumentierte – es wurde sogar in den sozialen Medien eine Kampagne gestartet „I vape I vote“, was ja schon fast wie ein Drohung klingt in den Ohren des Präsidenten – oder vielleicht hat er nur das Interesse an dem Thema verloren, das die beiden wichtigsten Frauen in seinem Leben, seine Ehefrau Melania und seine Tochter Ivanka, ihm antrugen.

Die Vertreter der Gesundheitsorganisationen laufen Sturm.

Das No des amerikanischen Präsidenten bedeutet aber nicht das Aus für das Vorhaben, es könnte noch auf Bundesebene verhandelt werden.