Trump gegen Dampfen

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Es ist schön, wenn ein Regierender bei seinen Entscheidungen an seine Kinder denkt; bei Trump gilt das aber nur für das Dampfen.




Denn exakt mit Blick auf seinen jüngsten 13-jährigen Sohn Barron begründet der amerikanische Präsident seinen neuesten gesundheitspolitischen Vorstoß: Trump will, um Jugendliche vom E-Zigaretten fernzuhalten, Aromastoffe wie Früchte, Minze oder Alkohol schmecken, verbieten; ausgenommen sein sollen lediglich Liquids mit Tabakgeschmack, wie der „Spiegel“ berichtet.

Die First Lady sprach bei Twitter von einer „wachsenden Epidemie“, Trump selbst brandmarkte die E-Zigaretten als „großes Problem“. Und sogleich wurde der US-Gesundheitsminister Alex Azar angewiesen, „sehr strenge“ Vorschriften für E-Zigaretten auszuarbeiten, der den Auftrag sogleich an die Food and Drug Administration, kurz FDA, weiterleitete.

Die FDA ist auch mit der Untersuchung von sechs tragischen Todesfällen und verschiedenen Lungenerkrankten beschäftigt, die in Folge von Liquids auftraten, die mit dem psychoaktiven Cannabis-Wirkstoff THC angereichert waren oder /und bei illegalen Herstellern oder Händler erworben wurden. Ein Zusatzstoff, der in verschiedenen Staaten der USA erlaubt ist, in Europa dagegen verboten. In diesem Zusammenhang hatte die Gesundheitsbehörde vom Kauf von Schwarzmarktprodukten dringend abgeraten. eGarage berichtete darüber.

Die „FAZ“ schreibt sogar von einer „Anti-Vping-Offensive“ in den Staaten und verweist auf den ehemaligen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, mit eigenem Geld, er ist Multimilliardär, gegen E-Zigaretten kämpfe wolle und setzt dafür 160 Millionen Dollar ein. In San Francisco gilt bereits ein totales Verkaufsverbot für E-Zigaretten. In dieser kalifornischen Metropole ist übrigens der Sitz von Juul, die wiederum im Fokus der FDA liegt.