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Studie: Aromenverbot führt wohl einige Dampfer zurück zur Zigarette

3. December 2022By JJS

Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, dass ein kleiner, aber nicht unerheblicher Teil der Dampfer beim Verbot zahlreicher E-Liquid-Aromen möglicherweise auf herkömmliche und deutlich schädlichere Zigaretten ausweicht.




Für eine kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Tobacco Control veröffentlichte Untersuchung wurden gut 3500 dampfende US-Amerikaner gut ein Jahr nach der Einführung eines Verbots aller Aromen außer Tabak und Menthol für Pod-E-Zigaretten befragt. Dieses Verbot war im Februar 2020 in Kraft getreten, vor allem, weil die explosionsartige Verbreitung der sehr nikotinstarken Juul unter Jugendlichen den US-Behörden große Sorgen bereitete.

Was taten E-Zigaretten-Nutzer, die nicht ohnehin schon diese Aromen verwendeten, nach Inkrafttreten des Verbots? Sie wurden 2021 dazu online befragt. 29,24 Prozent wechselten zu anderen E-Zigaretten-Systemen, hauptsächlich wiederbefüllbare Tanksysteme und Einweg-E-Zigaretten. Für diese wurde nämlich kein Aromenverbot eingeführt. 18,09 Prozent wechselten zu Menthol-Pod-Systemen und weitere 12,03 Prozent zu Pods mit Tabakgeschmack. Immerhin 14,12 Prozent jedoch verwendeten stattdessen Rauchtabakprodukte, vermutlich vor allem Zigaretten.

Die Studie, wie auch die Autoren unter anderem der University of Rochester vermerken, kann Ursache und Wirkung aus vielen Gründen nicht genau nachweisen. Unklar bleibt zum Beispiel, wie viele Dampfer ohnehin zu Tabakzigaretten gewechselt werden. Auch eine Online-Befragung ist trotz statistischer Bereinigungsversuche generell kaum in der Lage, zu sehr klaren Aussagen zu kommen. Entsprechend umfangreich sind die Hinweise der Autoren auf “Limitations”. Ein Hinweis darauf, dass Aromeneinschränkungen einige Dampfer zur Tabakzigarette führen, ist die Studie dennoch, auch wenn die Wissenschaftler der US-Regulierungsbehörde FDA einen anderen Weg vorschlagen: Sie solle auch bei anderen E-Zigaretten außer Pods sowie zum Beispiel Zigarren und Hookahs die Aromenvielfalt einschränken, um das Ausweichverhalten zu unterbinden.

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Für eine kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Tobacco Control veröffentlichte Untersuchung wurden gut 3500 dampfende US-Amerikaner gut ein Jahr nach der Einführung eines Verbots aller Aromen außer Tabak und Menthol für Pod-E-Zigaretten befragt. Dieses Verbot war im Februar 2020 in Kraft getreten, vor allem, weil die explosionsartige Verbreitung der sehr nikotinstarken Juul unter Jugendlichen den US-Behörden große Sorgen bereitete.

Was taten E-Zigaretten-Nutzer, die nicht ohnehin schon diese Aromen verwendeten, nach Inkrafttreten des Verbots? Sie wurden 2021 dazu online befragt. 29,24 Prozent wechselten zu anderen E-Zigaretten-Systemen, hauptsächlich wiederbefüllbare Tanksysteme und Einweg-E-Zigaretten. Für diese wurde nämlich kein Aromenverbot eingeführt. 18,09 Prozent wechselten zu Menthol-Pod-Systemen und weitere 12,03 Prozent zu Pods mit Tabakgeschmack. Immerhin 14,12 Prozent jedoch verwendeten stattdessen Rauchtabakprodukte, vermutlich vor allem Zigaretten.

Die Studie, wie auch die Autoren unter anderem der University of Rochester vermerken, kann Ursache und Wirkung aus vielen Gründen nicht genau nachweisen. Unklar bleibt zum Beispiel, wie viele Dampfer ohnehin zu Tabakzigaretten gewechselt werden. Auch eine Online-Befragung ist trotz statistischer Bereinigungsversuche generell kaum in der Lage, zu sehr klaren Aussagen zu kommen. Entsprechend umfangreich sind die Hinweise der Autoren auf “Limitations”. Ein Hinweis darauf, dass Aromeneinschränkungen einige Dampfer zur Tabakzigarette führen, ist die Studie dennoch, auch wenn die Wissenschaftler der US-Regulierungsbehörde FDA einen anderen Weg vorschlagen: Sie solle auch bei anderen E-Zigaretten außer Pods sowie zum Beispiel Zigarren und Hookahs die Aromenvielfalt einschränken, um das Ausweichverhalten zu unterbinden.

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