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Nachrichten und Informationen aus Politik und Wissenschaft rund ums Dampfen seit 2014

Später am Morgen

4. Mai 2015By ASW

 

Eine sehr liebe und langjährige Freundin war neulich mal wieder zu Besuch bei mir, nach viel zu langer Zeit. Das bedeutet stets lange Abende mit ganz vielen Gesprächen, mehreren Gläschen Weins und Vertrautheit, wie sie nur zwischen wirklich guten Freunden herrscht. Und früher gehörten dazu auch ungezählte Zigaretten, die wir gemeinsam schmauchten; manchmal folgten unsere Augen, schon leicht gerötet vom Rauch und der Müdigkeit, wortlos den Wölkchen, die sich langsam auflösten. Geschlafen wurde und wird immer viel zu wenig, weil einfach zu viel zu erzählen, besprechen und zu diskutieren war und ist. So auch diesmal: viel Wein, nimmer endendes Plauschen und Lachen und viel zu wenig Schlaf. Nur eins war anders: sie rauchte noch immer heftig, während ich fröhlich dampfte.
Am nächsten Morgen roch ich die Bescherung: meine Wohnung stank – meine Nase ist das wohl nicht mehr gewöhnt oder zu empfindlich geworden – nach schweren Zigarettenkonsum wie in einer schlecht gelüfteten Kneipe. Ich riss alle Fenster und die Balkontür auf, um die Tabakschwaden zu vertreiben. Als ich noch den ersten Kaffee zubereitete, um den mangelnden Schlaf auszuhebeln, stand meine Freundin schon an der Tür und steckte sich auf nüchternen Magen ihre erste Zigarette an. Das schaffte ich nicht mal, als ich noch wie ein Schlot rauchte: ohne Kaffee und auf leeren Magen. Frotzelnd rügte ich sie und erntete nur verständnisloses Kopfschütteln: „Wie, willst Du denn noch nicht Deinen Nikotinkonsum auf Trab bringen?“ Nein, das war eindeutig zu früh und zu „kaffeelos“ für mich. Eigentlich fange ich viel später mit dem Dampfen an.
Da erinnerte ich mich, dass ich einen Beitrag gelesen hatte, der den Konsum von E-Zigaretten analysierte. Darin wurde konstatiert, dass Dampfer, gerade wenn sie mal Zigarettenraucher waren, morgens viel später mit dem Dampfen beginnen als sie früher morgens mit dem Rauchen in den Tag starteten – fast zwei Stunden, wenn ich mich richtig erinnere. Und so beobachtete ich mein Dampfverhalten in den kommenden Tagen aufmerksam; mit dem Ergebnis: es stimmt, auch ich starte viel später dampfend in den Tag als ich als Raucherin morgens mir die erste Zigarette in den Mund steckte. Dampfen heißt wohl weniger ist mehr, und das ist bestimmt bekömmlicher.

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Eine sehr liebe und langjährige Freundin war neulich mal wieder zu Besuch bei mir, nach viel zu langer Zeit. Das bedeutet stets lange Abende mit ganz vielen Gesprächen, mehreren Gläschen Weins und Vertrautheit, wie sie nur zwischen wirklich guten Freunden herrscht. Und früher gehörten dazu auch ungezählte Zigaretten, die wir gemeinsam schmauchten; manchmal folgten unsere Augen, schon leicht gerötet vom Rauch und der Müdigkeit, wortlos den Wölkchen, die sich langsam auflösten. Geschlafen wurde und wird immer viel zu wenig, weil einfach zu viel zu erzählen, besprechen und zu diskutieren war und ist. So auch diesmal: viel Wein, nimmer endendes Plauschen und Lachen und viel zu wenig Schlaf. Nur eins war anders: sie rauchte noch immer heftig, während ich fröhlich dampfte.
Am nächsten Morgen roch ich die Bescherung: meine Wohnung stank – meine Nase ist das wohl nicht mehr gewöhnt oder zu empfindlich geworden – nach schweren Zigarettenkonsum wie in einer schlecht gelüfteten Kneipe. Ich riss alle Fenster und die Balkontür auf, um die Tabakschwaden zu vertreiben. Als ich noch den ersten Kaffee zubereitete, um den mangelnden Schlaf auszuhebeln, stand meine Freundin schon an der Tür und steckte sich auf nüchternen Magen ihre erste Zigarette an. Das schaffte ich nicht mal, als ich noch wie ein Schlot rauchte: ohne Kaffee und auf leeren Magen. Frotzelnd rügte ich sie und erntete nur verständnisloses Kopfschütteln: „Wie, willst Du denn noch nicht Deinen Nikotinkonsum auf Trab bringen?“ Nein, das war eindeutig zu früh und zu „kaffeelos“ für mich. Eigentlich fange ich viel später mit dem Dampfen an.
Da erinnerte ich mich, dass ich einen Beitrag gelesen hatte, der den Konsum von E-Zigaretten analysierte. Darin wurde konstatiert, dass Dampfer, gerade wenn sie mal Zigarettenraucher waren, morgens viel später mit dem Dampfen beginnen als sie früher morgens mit dem Rauchen in den Tag starteten – fast zwei Stunden, wenn ich mich richtig erinnere. Und so beobachtete ich mein Dampfverhalten in den kommenden Tagen aufmerksam; mit dem Ergebnis: es stimmt, auch ich starte viel später dampfend in den Tag als ich als Raucherin morgens mir die erste Zigarette in den Mund steckte. Dampfen heißt wohl weniger ist mehr, und das ist bestimmt bekömmlicher.

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