Schwarzer in den USA wegen E-Zigarette erschossen

Es hätte wohl auch ein anderer verdächtiger Gegenstand sein können, aber es ist eine E-Zigarette: In den USA ist ein Schwarzer erschossen worden, weil er seine Dampfe in der Hand hielt. Das bestätigte inzwischen auch die zuständige Polizeidienststelle in einem Vorort von San Diego (Kalifornien). Der Tod des Mannes hat zu Protesten und Krawallen geführt, die bis heute andauern. Der US-Polizei wird immer wieder vorgeworfen, sehr leichtfertig die Schusswaffe einzusetzen, insbesondere im Umgang mit schwarzen US-Bürgern. Deswegen hat sich unter anderem die Protestbewegung „Black Lives Matter“ gebildet.  In diesem Fall ist das Opfer kein US-Amerikaner, sondern ein Flüchtling aus Uganda.




Laut den Berichten soll es sich um eine 7,6 Zentimeter lange, silberfarbene und stiftartige E-Zigarette handeln. Umstritten ist, ob der Mann absichtlich vorgetäuscht hat, eine Waffe in der Hand zu halten. Die Polizei behauptet, dass er die E-Zigarette schnell „gezogen“ und wie eine Waffe vor sich gehalten habe.

Die bislang veröffentlichten Videos lassen die entscheidende Szene aus. Zusätzliche Aufnahmen liegen wohl vor, zum Beispiel von den am Körper getragenen Kameras der Polizisten. Sie sind allerdings bislang nicht veröffentlicht worden.