Schmutzige Liquids, offene Fragen

Foto: Borya Galperin / Shutterstock.com

Die Australier verfolgen im Gegensatz zu ihren Cousins, den Briten, einen ganz anderen Ansatz bei der Regulierung der E-Zigarette. Den Ansatz, die Entwicklung des Marktes quasi komplett zu unterbinden. Denn dort sind Nikotin-Liquids illegal. Sie dürfen auch nicht eingeführt werden. Das eGarage-Team hat deshalb vor dem Australien-Urlaub schon Etikettenschwindel betrieben und nikotinhaltiges Liquid in „nikotinfreie“ Fläschchen umgefüllt. Ausgerechnet eine australische Studie hat sich nun damit beschäftigt, welche Liquids Verunreinigungen enthalten. Zahlreiche Presseberichte schreiben deshalb über die Vielzahl an ungewünschten Stoffen, die demnach in den Liquids festgestellt wurden. Kot, Pestizide, hochgiftige Wirkstoffe, all das haben die Forscher in den (als nikotinfrei verkauften) Liquids gemessen. Das Problem dabei ist freilich, dass sich mit hochmodernen Messinstrumenten auch allerkleinste Verunreinigungen feststellen lassen. Natürlich, eigentlich sollten die Produkte vollkommen sauber sein. Doch entscheidend, ob eine Gefährdung vorliegt, ist die Menge der Verunreinigung. Geht es um Prozent, Promille, noch kleinere Mengen oder sogar nicht mehr als ein paar Moleküle? Genau darüber gibt es aber durch die Artikel keine Aufklärung, sie spielen das Problem lediglich undifferenziert hoch. Die Studie, die im renommierten Medical Journal of Australia veröffentlicht wurde, wäre deshalb einen genaueren Blick wert. Der ist aber leider nicht möglich, da der Öffentlichkeit der Zugang versperrt ist.