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Foto: Corinna Haselmayer / Shutterstock.com

Rauchverbotsdiskussion im Auto

1. May 2019By ASW

So sicher wie die jährlichen Sommerferien kommt die regelmäßige Debatte um Rauchverbote im Auto vor den großen Sommerferien – so auch dieses Jahr.




In der Urlaubszeit haben wir doch immer die endlosen Staus auf deutschen Autobahnen vor Augen, wo über Stunden nichts voran geht und Kinder und Jugendliche teils dem Qualm und Passivrauch der Eltern ausgesetzt sind. Eigentlich ein Unding, das wissen die Erwachsenen doch ohnehin, können es sich aber wohl nicht verkneifen und paffen die Kids hinten voll, statt auf die nächste Rast zu warten oder in der Blechlawinenschlange einfach für eine Zigarette auszusteigen.

Angeführt wird die Liste der das Rauchverbot im PKW fordernden Bundesländer ist diesmal von Bremen; ein Schelm, der dabei an die Bürgerschaftswahl in fast vier Wochen dort denkt. Bislang war zwar stets die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, CSU, die Frontfrau – diesmal aber widmet sie sich wohl eher ihrer Europa-Kandidatur und überlässt den Vorstoß der Bremer Gesundheitssenatorin Quante-Brandt, SPD, wie der NDR weiß. Und da ein guter Vorschlag immer viele Väter, pardon Mütter hat, schließt sich gleich die Kollegin Reimann, SPD, aus Niedersachsen an.

Das Krebsforschungszentrum in Heidelberg legt mit einer Hochrechnung nach, wobei 800.000 Kinder und Jugendliche dem Passivrauchen im Auto ausgesetzt sind.

Bereits im letzten Oktober hatten die Landesgesundheitsminister sich für ein Rauchverbot im Auto bei mitfahrenden Schwangeren und Kindern ausgesprochen mit Unterstützung der Bundesärztekammer. In diesem März kündete der Gesundheitsminister aus NRW, Laumann, CDU, eine Bundesratsinitiative auf Drängen der Landtagsfraktionen an.

Nun wird mal wieder der Ruf nach der Bundesregierung laut: Die soll – wie beim Handyverbot – das Rauchverbot im Auto via Straßenverkehrsordnung regeln.
Das haben bereits Länder getan, die vielleicht das Ziel der Urlaubsreise sind: In Italien, Frankreich, Griechenland und Großbritannien ist das Rauchen im PKW verboten, wenn Kinder und Jugendliche mitfahren. In Österreich wird der Verstoß sogar mit bis zu 1.000 Euro Strafe belegt.

Das Rauchen im Auto, wenn die Kids mit drin sitzen, sollte sich doch jeder verkneifen können – im Lokal und im Büro ist das doch auch schon selbstverständlich. Warum müssen immer Gesetze erst her, um den gesunden Menschverstand zu aktivieren.

Und das lässt sich auch gerne als kleiner Aufruf an die Dampfer verstehen – keine große Wolke erleichtert den Blick in den Rückspiegel zu den Kids.

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1. May 2019By ASW

So sicher wie die jährlichen Sommerferien kommt die regelmäßige Debatte um Rauchverbote im Auto vor den großen Sommerferien – so auch dieses Jahr.




In der Urlaubszeit haben wir doch immer die endlosen Staus auf deutschen Autobahnen vor Augen, wo über Stunden nichts voran geht und Kinder und Jugendliche teils dem Qualm und Passivrauch der Eltern ausgesetzt sind. Eigentlich ein Unding, das wissen die Erwachsenen doch ohnehin, können es sich aber wohl nicht verkneifen und paffen die Kids hinten voll, statt auf die nächste Rast zu warten oder in der Blechlawinenschlange einfach für eine Zigarette auszusteigen.

Angeführt wird die Liste der das Rauchverbot im PKW fordernden Bundesländer ist diesmal von Bremen; ein Schelm, der dabei an die Bürgerschaftswahl in fast vier Wochen dort denkt. Bislang war zwar stets die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, CSU, die Frontfrau – diesmal aber widmet sie sich wohl eher ihrer Europa-Kandidatur und überlässt den Vorstoß der Bremer Gesundheitssenatorin Quante-Brandt, SPD, wie der NDR weiß. Und da ein guter Vorschlag immer viele Väter, pardon Mütter hat, schließt sich gleich die Kollegin Reimann, SPD, aus Niedersachsen an.

Das Krebsforschungszentrum in Heidelberg legt mit einer Hochrechnung nach, wobei 800.000 Kinder und Jugendliche dem Passivrauchen im Auto ausgesetzt sind.

Bereits im letzten Oktober hatten die Landesgesundheitsminister sich für ein Rauchverbot im Auto bei mitfahrenden Schwangeren und Kindern ausgesprochen mit Unterstützung der Bundesärztekammer. In diesem März kündete der Gesundheitsminister aus NRW, Laumann, CDU, eine Bundesratsinitiative auf Drängen der Landtagsfraktionen an.

Nun wird mal wieder der Ruf nach der Bundesregierung laut: Die soll – wie beim Handyverbot – das Rauchverbot im Auto via Straßenverkehrsordnung regeln.
Das haben bereits Länder getan, die vielleicht das Ziel der Urlaubsreise sind: In Italien, Frankreich, Griechenland und Großbritannien ist das Rauchen im PKW verboten, wenn Kinder und Jugendliche mitfahren. In Österreich wird der Verstoß sogar mit bis zu 1.000 Euro Strafe belegt.

Das Rauchen im Auto, wenn die Kids mit drin sitzen, sollte sich doch jeder verkneifen können – im Lokal und im Büro ist das doch auch schon selbstverständlich. Warum müssen immer Gesetze erst her, um den gesunden Menschverstand zu aktivieren.

Und das lässt sich auch gerne als kleiner Aufruf an die Dampfer verstehen – keine große Wolke erleichtert den Blick in den Rückspiegel zu den Kids.

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