Rauchstopp und Geld

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Schon wieder überrascht Großbritannien mit Nachrichten – nein, nicht zum Premierministerwechsel – zum Thema Rauchende.




Und es wundert nicht wirklich, dass Zauberwort heißt: finanzieller Anreiz. Das belegt eine Auswertung in einer sogenannten Megaanalyse der Universität von East Anglia in Norwich von 33 internationalen Studien. An diesen nahmen mehr als 21.600 Raucher teil aus den Vereinigten Staaten, Europa und Asien, wie Spiegel Online meldet.

Der Ansatz der Untersuchung war denkbar einfach: Geld statt Rauchen. Bei dem Angebot handelte es sich entweder um Bargeld oder um Gutscheine. Die Höhe des „Preisgeldes“ ist leider nicht bekannt. Das Ergebnis überraschte dennoch: Wer das Geld vor Augen sah, hatte sechs Monate oder länger nach Studienbeginn mit einer 50 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit dem Rauchen ein Ende gemacht. Effektiv waren das rund 10,5 Prozent. Selbst als die Gelder ausbezahlt waren, blieben die Nichtmehrraucher-Zahlen stabil.

Spannend war vor allem die sogenannte Kontrollgruppe. Deren Mitglieder wurden zwar ebenso aufgefordert, die Glimmstängel liegen zu lassen, dafür aber bekamen sie kein Geld angeboten. Nur sieben Prozent gelang in dieser Gruppe der Rauchstopp.

Noch erstaunlicher ist, dass die „Belohnungsmethode gegen Rauchen“ auch bei Schwangeren Wirkung zeigte. Gerade für Frauen in der Schwangerschaft mit der Hormonumstellung und den damit verbundenen „Stressfaktoren“ fällt es ungeheuer schwer, das Rauchen in diesen Monaten dranzugeben. Aber auch hier hat die Verlockung des Geldes geholfen.