Raucher, Dampfer und Corona – Praxistipp eines Arztes

Prof. Dr. Martin Storck - Foto: Markus Kümmerle

Wie widersprüchlich und teilweise sogar verwirrend die wissenschaftliche Erkenntnislage zu Corona, Rauchen und Dampfen ist, hat jüngst unser Gastautor Dietmar Jazbinsek ausführlich analysiert.




Etwas alltagsnäher hat sich nun Professor Martin Storck, Gefäßchirurg des Städtischen Klinikums Karlsruhe, dem Thema genähert – in einem Gastbeitrag für den Focus.

Dort erklärt er zum Beispiel, dass Rauchen für eine Vielzahl von gefährlichen Lungenvorerkrankungen verantwortlich ist, zum Beispiel die chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und chronische Bronchitis. Ein Rauchstopp sei in jedem Fall eine „gute Voraussetzung“ dafür, dass der Krankheitsverlauf bei einem möglichen Corona-Infekt weniger schwer ausfalle. Anschließend verweist er auf die generellen gesundheitlichen Vorteile der E-Zigarette für Raucher, die auf andere Art nicht vom herkömmlichen Glimmstängel loskommen. Es sei wahrscheinlich, dass das Dampfen auch in Corona-Zeiten das „kleinere Übel“ sei. Wichtige Einschränkung: Endgültig belastbare Daten liegen noch nicht vor – zum dem Schluss, dass es keine klare Indikation gibt, war auch Jazbinsek gekommen.