Österreich: Kioskbesitzer protestieren gegen geplantes Tabakgesetz

Die Trafik in Österreich ist eigentlich mehr als ein Kiosk. Neben Zigaretten, Fahrscheinen, Zeitungen und Getränken sind sie auch – ein Stück Kultur in der Alpenrepublik.

Und die „Trafikantinnen und Trafikanten“ fürchten, dass es mit dieser Kultur wieder ein Stück bergab gehen könnte, wenn in Wien das Tabakgesetz kommt. „Wir fordern die Umsetzung des Tabakgesetzes mit Augenmaß“, heißt es denn auch in einer Pressemitteilung.

Die Begutachtungsfrist zur Novelle des Tabakgesetzes endete am vergangenen Freitag. Während dieser Frist sind mehr als 500 Stellungnahmen im Parlament eingegangen, ein großer Teil davon von Trafikantinnen und Trafikanten aus ganz Österreich, so der Text der Aussendung weiter.

So soll künftig der Verkauf von Kautabak in Österreich verboten werden, Josef Prirschl, Bundesgremialobmann der Tabaktrafikanten Österreich in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), lehnt dies ab: „Das Verbot ist nicht nur überschießend, sondern auch nicht durch europäische Vorschriften vorgegeben. Hier agiert Österreich im Alleingang und schafft somit deutliche Benachteiligungen der Konsumentinnen und Konsumenten sowie wirtschaftliche Beeinträchtigungen für die Trafikanten.“

Wir verlinken an dieser Stelle auf den vollen Wortlaut der Pressemitteilung – und greifen ein wenig dem Fazit vor:

Zigaretten, Zigarren sowie alle in den Trafiken erhältlichen Tabakprodukte sind legale Güter, die auch legal erworben und konsumiert werden dürfen. Unzumutbare Belastungen und Einschränkungen sind unverhältnismäßig und überschießend. Kontrolle und Reglementierung ja – aber ohne Diskriminierung, heißt es abschließend.