Noch ein Selbstversuch – noch eine Enttäuschung

Man ist auf ein lauschiges Glas Wein mit Freunden verabredet – und wie stets in dieser Vorweihnachtszeit hat man noch tausend andere kleine Dinge, die man noch nebenbei erledigt, also alles im Schweinsgalopp.

Da kann es schon mal passieren, dass man alles eingepackt hat – nur die für einen langen und gemütlichen Abend so überlebenswichtige E-Zigarette nicht. Panik und Ärger über die eigene Schusseligkeit.

Ich entscheide mich für den Weg in einen Tabakladen, der auch E-Zigaretten anbietet. Natürlich will ich keine weitere kaufen und suche mir eine der sogenannten „Einmal-E-Zigaretten“ aus.

Ich habe die Wahl zwischen versprochenen 500 Zügen, die ganz geschäftstüchtig mit anderthalb Schachteln Zigaretten gleichgesetzt werden, oder einer mit fast 300 Zügen. Und was wird mir von dem Hersteller der „Cross“, ein Zigarettenhersteller, der sich erste seit wenigen Monaten auf dem E-Markt tummelt, so alles laut Packungsaufdruck versprochen: „bestmöglicher Geschmack und größtmögliche Qualität…renommierter Flavour hergestellt in Deutschland und nach deutschen Qualitätsstandards“.

Na, das ist doch ein Wort und schon löhne ich drei Euro, immerhin der Preis von mehr als einer halben Schachtel Glimmstängel.

Doch welche Enttäuschung: Nach knapp zwei Stunden ist alles vorbei, die vermeintliche Glut flackert hektisch und trotz alles Ziehens kommt einfach nix mehr, was an Dampf erinnert: Wir erinnern uns: 300 Züge.

Ich bin wahrlich keine Dampflok, aber 120 Minuten nicht ununterbrochenen Dampfens müsste so ein Teilchen schon überleben. Das ist mehr als enttäuschend, das ist ärgerlich. Und vom Geschmack will ich nun wirklich nicht reden, das war ein echter Flopp: preislich, geschmacklich und von der Dauer ohnehin.

Mein Fazit: Finger weg von diesen „Einmal-Teilchen“.