Neuer Konsumentenverband für Dampfer

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Die Dampferinnen und Dampfer in Deutschland haben einen neue, direkte Interessenvertretung.




Zum heutigen Sonntag gab der Bundesverband Rauchfreie Alternative (BVRA) als eingetragener Verein die Details seiner Gründung bekannt. Die Vorbereitungen laufen schon länger, so wurde die Satzung bereits im Mai dieses Jahres beschlossen. Coronabedingt kam es allerdings zu Verzögerungen. Die Webseite soll im Laufe des Tages freigeschaltet werden.

Worum geht es dem BVRA und wie arbeitet er? Der Verein mit Sitz in Berlin will sich für „Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung und angemessene Regulierung von alternativen Konsumformen von Nikotin in Sinne der Schadensminimierung“ einsetzen. Erste Kontaktaufnahmen zu „Akademikern, Politikern, Organisationen und anderen Interessensvertretern“ habe es bereits gegeben. Neben E-Zigaretten kommen also auch andere Möglichkeiten der „Harm Reduction“ wie Tabakerhitzer in Betracht. Organisiert ist der neue Verband ehrenamtlich, andere Verbände waren nach eigenen Angaben nicht beteiligt. Die Finanzierung soll über einen Mitgliedsbeitrag von fünf Euro pro Monat erfolgen.

Als erste Aufgaben beschreibt der BVRA deshalb, neue Mitglieder zu gewinnen und den Vorstand in einer Mitgliederversammlung 2021 zu bestätigen. Mitglieder können nur natürliche Personen werden, also beispielsweise keine Unternehmen. Die Unabhängigkeit betont der BVRA explizit: Die bloße Vermutung der „Nähe zu Herstellern, Händlern und Händlerverbänden oder der Tabakindustrie“ würde das Ansehen eines Konsumentenverbandes „nachhaltig schädigen“, heißt es in einer ersten Veröffentlichung. Zweckgebundene Spenden würden demnach bereits durch die Satzung ausgeschlossen. Von Unternehmen würden darüber hinaus „keine größeren Spenden“ angenommen, die dem Vereinszweck widersprechen könnten.

Viele Gründungsmitglieder kommen aus der „Dampfer-Szene“. Die beiden geschäftsführenden Vorsitzenden zum Start sind Simon Bauer („Vape Scene Investigation„) und Joey Hoffmann („Vapers Guru„) sowie der Vlogger Thomas Frohner als Vorsitzender und Markus Ense als Kassenwart. Alle sind ehrenamtlich tätig.