Nachschlag zur Dampfer-Steuer

Eigentlich ist das ein fiskalischer Beißreflex: Wirtschaftlicher Erfolg ruft sogleich die Steuerbeamten auf den Plan – oder sind es die Gesundheitspolitiker. Egal, Steuern müssen sein – aber bitte mit Augenmaß.




Sonst kommt einem doch sofort das böse Wort „Überregulierung“ in den Sinn. Und damit kennen sich die Vertreter der Zigarettenindustrie ja aufs Trefflichste aus. Kriegt man den Konsum der Glimmstängel nicht mit Aufklärung nach unten in den Griff, dann halt mit dem Steuerknüppel.

Auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel – für die Youngster unter den Dampfern: Der war mal der Vater des deutschen Wirtschaftswunders und der Sozialen Marktwirtschaft und Bundeskanzler – am Tegernsee kamen Granden aus Politik und Wirtschaft zusammen, um die Großwetterlage zu diskutieren:Die fünf Lehren vom Erhard-Gipfel

Da durfte auch die Überregulierung von Märkten – egal ob alt oder neu – nicht fehlen. Der Chef von British American Tobacco, BAT, Ralf Wittenberg nutzte die Gelegenheit und verglich den Beißreflex der Politik bei Tabakzigaretten mit dem beim Dampfen. Hier in Deutschland, so der Mann aus Hamburg, werden alle Regulierungen der klassischen Zigaretten schlicht übergestülpt auf den innovativen Dampfermarkt – und somit reguliert, ja überreguliert. Natürlich durfte hierbei auch nicht der Hinweis auf Großbritannien fehlen, wo der Tabakmarkt sehr reguliert ist, was nicht zuletzt zu sinkenden Konsumzahlen führte. Gleichzeitig aber wird die E-Zigarette als gesündere Alternative propagiert – von Staatsseite.

Hier nochmals der Vortrag von Prof. Linda Bauld, die bei eGarage insight die so positiven, britischen Ergebnisse vorstellte: eGarage insight – Auszüge aus dem Vortrag von Prof. Linda Bauld

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