Mehr als 10 Monate rauchfrei

Es ist mir schon so in Fleisch und Blut übergegangen, mein glückliches Dampferdasein, dass ich mich gar nicht an meinen persönlichen Gedenktag erinnert habe: vor zwei Wochen war ich – dank meiner E-Zigarette – ganze zehn Monate total weg von den Zigaretten, die mich über vierzig Jahre begleitet haben. Das war auch keine schlechte Zeit, aber: der größte Feind von gut ist besser. Und mir geht es ohne die „Lungenstäbchen“ wirklich besser. Ich hatte entgegen meiner sonstigen Übungen durch das Jahr keine einzige Erkältung, die fast immer begleitet und gekrönt wurde von Nebenhöhlen- und Stirnhöhlenvereiterungen, die elend schmerzten und mit Antibiotika bekämpft werden mussten. Das wiederum führte zu abstinenten Wochen. Wie ich es hasste. In diesen mehr als 42 Wochen war ich gegen die klassischen Erkältungen gefeit, keine Tropfnase, kein Halskratzen: nichts.
Heute gönnte ich mir einen Schönheitstag mit Kosmetik und Haare machen. Ganz tricky fragte mich die Meisterin der Beautykunst, welche Tiegelchen und Cremes ich denn aus dem endlosen Angebot der kostenintensiven und Verschönerung versprechenden Industrie so nehme. Sofort witterte ich ein Verkaufsgespräch, was ich gar nicht mag, man ist auf der Liege so ausgeliefert. Ich nannte die harmloseste und preiswerteste Firma, die schon meine Großmutter über 80 Jahre „glatt“ und faltenfrei gehalten hatte – und die Replik machte mich noch strahlender: „Sie haben doch das Rauchen aufgegeben. Das sieht man ihrer Haut echt an. Die wird zusehends besser.”
Dem ist doch nichts hinzu zu fügen. Nur eins: darauf wird gedampft und ein Gläschen Prickelwasser getrunken – ach ja, und dann war da noch mein zehnmonatiges rauchfreies und glückliches Dampferleben.