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Eine E-Zigarette von Juul. Foto: Steve Heap / Shutterstock.com

Juul im Fokus in USA

18. October 2019By ASW

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat es als Erstes gemeldet – nur leider mit einer irreführenden Überschrift: „Juul stoppt Verkauf von E-Zigaretten in Amerika“.




Richtig ist, dass Juul Labs in den Staaten das Inhandelbringen von Dampfprodukten mit Fruchtgeschmack unterbindet, was gleich im ersten Absatz dann richtiggestellt wird. Aber gleich danach vermeldet die „Süddeutsche Zeitung“, dass Juul in den USA den Online-Handel komplett einstellte. Die US-Aufsichtsbehörde FDA hatte bereits drastische Schritte angekündigt. Juul Labs, Marktführer in Amerika, wollte diesen wohl zuvorkommen. Alles was nicht nach Tabak, Minze oder Menthol schmeckt, wird aussortiert, wie der „Tagesspiegel“ weiß.

Die Pannenserie hatte schon vor langer Zeit begonnen – und schwappte aus den Staaten nach Europa. Als „unglückliche Werbekampagne“ bezeichnete der Juul-Labs-Germany-Sprecher, Tobias Gerlach, im eGaragen-Interview Ende Juli. Man hätte den Eindruck gewinnen können, dass sich das hochnikotinhaltige Dampfprodukt eher an Jugendliche denn an Erwachsene richte. Und sich rasend schnell auf den sozialen Medien verbreitete. Jugendschutz, so weiter, genieße bei Juul Labs Deutschland höchste Priorität.

Kurz vor der größten Tabakmesse, der Inter Tabac in Dortmund, erwirkte ein Mitwettbewerber per zwei Einstweiliger Verfügungen einen vorübergehenden Verkaufsstopp von Juul-Kartuschen, weil 1.) der auf der Packung angegebene Nikotingehalt vom tatsächlichen abweiche und 2.) weil das durchgestrichene Symbol der Mülltonne auf den Kartuschen fehlt, wie der „Spiegel“ berichtete.

Wenige Tage danach trat der Mitbegründer und CEO von Juul Labs, Kevin Burns, zurück. Sein Platz wurde von einem Altria-Mann eingenommen. Altria ist die amerikanische Mutter von Marlboro und hatte sich für über 13 Milliarden Dollar bei Juul Labs eingekauft.

Auf Fragen von eGarage zur Stabübergabe und zu Auswirkungen auf den Markt hierzu äußerte sich Gerlach Ende September so: „Der bisherige CEO Kevin Burns hat in den letzten 2 Jahren mit großem Erfolg die internationale Expansion von JUUL Labs vorangetrieben – heute ist das Unternehmen bereits in 20 internationalen Märkten tätig. Zugleich stehen JUUL Labs und die gesamte Branche gerade in den USA am Beginn einer neuen Phase, in der es darum geht, einen regulatorischen Rahmen zu schaffen, der erwachsenen Rauchern den Zugang zu alternativen Produkten sichert und zugleich Jugendliche wirksam schützt. Der neue CEO KC Crostwhaite verfügt dank seiner langjährigen Tätigkeit bei Altria über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Regulatoren und politischen Stakeholdern und bringt daher genau die Kompetenzen mit, auf die es jetzt ankommt.“

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat es als Erstes gemeldet – nur leider mit einer irreführenden Überschrift: „Juul stoppt Verkauf von E-Zigaretten in Amerika“.




Richtig ist, dass Juul Labs in den Staaten das Inhandelbringen von Dampfprodukten mit Fruchtgeschmack unterbindet, was gleich im ersten Absatz dann richtiggestellt wird. Aber gleich danach vermeldet die „Süddeutsche Zeitung“, dass Juul in den USA den Online-Handel komplett einstellte. Die US-Aufsichtsbehörde FDA hatte bereits drastische Schritte angekündigt. Juul Labs, Marktführer in Amerika, wollte diesen wohl zuvorkommen. Alles was nicht nach Tabak, Minze oder Menthol schmeckt, wird aussortiert, wie der „Tagesspiegel“ weiß.

Die Pannenserie hatte schon vor langer Zeit begonnen – und schwappte aus den Staaten nach Europa. Als „unglückliche Werbekampagne“ bezeichnete der Juul-Labs-Germany-Sprecher, Tobias Gerlach, im eGaragen-Interview Ende Juli. Man hätte den Eindruck gewinnen können, dass sich das hochnikotinhaltige Dampfprodukt eher an Jugendliche denn an Erwachsene richte. Und sich rasend schnell auf den sozialen Medien verbreitete. Jugendschutz, so weiter, genieße bei Juul Labs Deutschland höchste Priorität.

Kurz vor der größten Tabakmesse, der Inter Tabac in Dortmund, erwirkte ein Mitwettbewerber per zwei Einstweiliger Verfügungen einen vorübergehenden Verkaufsstopp von Juul-Kartuschen, weil 1.) der auf der Packung angegebene Nikotingehalt vom tatsächlichen abweiche und 2.) weil das durchgestrichene Symbol der Mülltonne auf den Kartuschen fehlt, wie der „Spiegel“ berichtete.

Wenige Tage danach trat der Mitbegründer und CEO von Juul Labs, Kevin Burns, zurück. Sein Platz wurde von einem Altria-Mann eingenommen. Altria ist die amerikanische Mutter von Marlboro und hatte sich für über 13 Milliarden Dollar bei Juul Labs eingekauft.

Auf Fragen von eGarage zur Stabübergabe und zu Auswirkungen auf den Markt hierzu äußerte sich Gerlach Ende September so: „Der bisherige CEO Kevin Burns hat in den letzten 2 Jahren mit großem Erfolg die internationale Expansion von JUUL Labs vorangetrieben – heute ist das Unternehmen bereits in 20 internationalen Märkten tätig. Zugleich stehen JUUL Labs und die gesamte Branche gerade in den USA am Beginn einer neuen Phase, in der es darum geht, einen regulatorischen Rahmen zu schaffen, der erwachsenen Rauchern den Zugang zu alternativen Produkten sichert und zugleich Jugendliche wirksam schützt. Der neue CEO KC Crostwhaite verfügt dank seiner langjährigen Tätigkeit bei Altria über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Regulatoren und politischen Stakeholdern und bringt daher genau die Kompetenzen mit, auf die es jetzt ankommt.“

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