Jahresstart im „Spiegel“

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Die letzten Monate haben uns Dampfern und der Branche nun wirklich keine Freude bereitet. Denn schnell wurde in den Medien verbreitet: Die US-Todesopfer starben am Dampfen.




Da halfen keine Engelszungen, kein Hinweis auf die Ergebnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung und kein Hinweis auf mangelnde Recherche – weil seit Anfang November schon klar war: Schuld an den schrecklichen 52 Toten und Erkrankten in den Staaten waren gepantschte Liquids mit Cannabis, also in Deutschland verbotene Drogen.

Eigentlich sprechen wir keine Kaufempfehlungen aus, diesmal zum Jahresauftakt aber besonders gerne. Denn nun ist der „Spiegel“-Redakteur Manfred Dworschak auf Seite 100 des neuen „Spiegels“ mit den eigenen Kollegen hart ins Gericht gegangen, ihnen indirekt vorgeworfen, für eine Schlagzeile die journalistische Seriosität außer Acht gelassen und dann die Richtigstellung nicht ins Blatt gerückt zu haben. Denn eigentlich, so der Autor weiter, hätten die Medien nach den US-Erkenntnissen „das Dampfen als beste Ausstiegshilfe für Raucher rehabilitieren“. Und die „deutsche Realität“ spricht für sich: Keine Toter hier im Lande durch im deutschen Fachhandel erstandene Liquids, aber weltweit werden dieses Jahr acht Millionen an Tabaksucht sterben.
Danke Manfred Dworschak, mögen die Kollegen das bitte aufmerksam lesen – und saubere Recherche auf die Liste der guten Vorsätze für 2020 setzen. Und nachzulesen im neuen „Spiegel“.