Irland: Kein E-Zigaretten-Verbot am Arbeitsplatz

Die irische Krebsforschungsgesellschaft (ICS) ist enttäuscht: Es wird auf der „grünen Insel“ kein allgemeines Verbot von E-Zigaretten am Arbeitsplatz geben. Während Zigarettenrauch in Büros und Fabrikhallen generell verboten ist, können Arbeitgeber weiterhin das Dampfen erlauben – auch wenn vermutlich die meisten zum Verbot tendieren werden. Interessant ist ist die Begründung: Es gebe nicht ausreichend Hinweise auf die Schädlichkeit des Passiv-Dampfens, so das irische Gesundheitsministerium laut einem Pressebericht. ICS hatte darauf gehofft, dass zusammen mit der Umsetzung der EU-Tabakrichtlinie, die ab kommendem Jahr von den Mitgliedsländern in nationales Recht geschrieben werden muss, auch ein generelles Dampfverbot im Job eingeführt wird.

Laut der EU-Kommission haben 17 der 28 EU-Länder das Rauchen am Arbeitsplatz verboten. Deutschland gehört nicht dazu. Allerdings hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mehrfach geurteilt, dass Beschäftigte ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz haben. Ob für E-Zigaretten das gleiche gilt, ist dagegen unklar, ein höchstrichterliches Urteil dazu gibt es noch nicht. Einige Gerichte haben aber bereits erkennen lassen, dass sie E-Zigaretten-Dampf ähnlich bewerten wie Tabakrauch. So urteilte das Verwaltungsgericht Gießen, dass das für Schulgelände erlassene Rauchverbot auch für E-Zigaretten gilt.