Im E-Laden, die fünfte

Natürlich kennt Ihr das Kinderlied: Drei Chinesen mit dem Kontrabass saßen auf der Straße und erzählten sich was…..Wehe, wenn die meine Geschichte hören würden. Die geht wie folgt. Ihr könnt es schon ahnen.

Ich hadere mal wieder mit meinen Verdampferköpfen – aber ich zähle schon nicht mehr. Hatte ich noch letzte Woche berichtet, dass die gerade gekauften Coils ihr Geld nicht wert waren und nach gefühlten zwei Stunden einen ascheartigen Geschmack verbreiteten, bekam ich neue im kostenfreien Austausch.

Aber auch die hielten nur drei Tage bei nur mäßiger Benutzung, weil ich viel unterwegs war. Also erfolgte die nächste Retoure – wieder ohne Aufpreis – gestern. Der Verkäufer, mit dem ich eine dampfte und fachsimpelte, erinnerte sich sehr wohl – auch ohne Kassenbon. Wieder die gleiche Aussage: „die Chinesen habe eine sehr hohe Ausfallquote, steigen Sie lieber um.“ Ich empfahl im Gegenzug die ganze Charge von Coils zurückzugeben.

Noch einen Versuch wollte ich meinem Verdampfer geben, stieg aber vorsichtshalber auf eine andere Coilstärke um. Das klappte auch exakt 12 Stunden. Dann löste sich der Dichtungsring permanent und das Dampfen schmeckte igitt igitt nach verbranntem Fleisch und nicht nach sehnsüchtigen, an den Frühling erinnernden Orangenblüten des Liquids. Jetzt bin ich echt sauer. Jetzt muss ich schon wieder in den Laden. Jetzt werde ich definitiv auf die Chinesen pfeifen und mir einen neuen Verdampfer eines deutschen Herstellers mit deutschen Verdampferköpfen kaufen.

Ob ich den Anbietern im fernen China meinen Ärger, entgangene Dampferfreuden und die Fahrtkosten in Rechnung stellen kann. Lasst mich mit den Kontrabass-Chinesen und ihren Geschichten in Ruhe. Sollen die doch ihre Coils behalten und sich Moritaten erzählend dampfen. Mich haben sie als Botschafter chinesischer Fertigkeiten auf immer verloren.