Satire auf Umgang der Gesundheitsapostel mit der E-Zigarette

Der US-Forscher Michael B. Siegel bezweifelt, dass E-Zigaretten das Herzinfarkt-Risiko steigern

Normalerweise ist an den Diffamierungen der E-Zigarette gar nichts lustig. Jetzt haben wir aber doch laut gelacht bei dem Thema. Vielleicht etwas ungewöhnlich, da wir uns bei eGarage.de in erster Linie als Nachrichtenmedium verstehen, aber das möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten: Auf dem Blog des US-Gesundheitsforschers Michael B. Siegel, mit dem wir bereits ein Interview geführt haben, ist kürzlich eine herrliche Satire auf die Gesundheitsapostel erschienen, die die E-Zigarette bekämpfen. In den USA ist die Lage nämlich ähnlich wie in Deutschland: Behörden und die Anti-Raucher-Lobby führen einen aggressiven Kampf gegen die E-Zigarette, der völlig verkennt, wie enorm die Gesundheitsvorteile durch die E-Zigarette sind. Stattdessen wird mit “Renormalisierung des Rauchens” und dem “Gateway-Effekt” argumentiert, die beide inzwischen wissenschaftlich weitgehend widerlegt sind. Hier geht es zum Original auf Englisch, einen Auszug haben wir hier aus dem Englischen übersetzt. Dabei geht es um ein fiktives Interview von Michael B. Siegel mit dem US-Gesundheitswächter CDC (Centers for Disease Control and Prevention). Indem Siegel “Rauchen” durch “Alkohol” und “Dampfen” durch “alkoholfreie Getränke” ersetzt, entlarvt er, wie absurd die Stimmungsmache gegen E-Zigaretten ist.

Frage von Siegel: Sind Sie Zufrieden damit, dass immer weniger Jugendliche Alkohol trinken? Ist das nicht ein großer Fortschritt für die öffentliche Gesundheit?

Antwort der CDC: Leider ist der dramatische Rückgang beim Alkoholkonsum Jugendlicher zunichte gemacht worden von einem Anstieg des Konsums “neuartiger Alkoholgetränke” wie Shirley Temples (Anm. d. R.: ein alkoholfreier Ingwer-Drink, der bei Jugendlichen beliebt ist) und nichtalkoholischen Schorlen. Seit Beginn der statistischen Erfassung 1991 haben noch nie so wenige High-School-Studenten Alkohol getrunken, aber der Gebrauch alternativer Alkoholprodukte wie Shirley Temples durch Studenten ist eine neue Herausforderung.

Moment, das verstehen wir nicht. Wie können den Shirley Temples und andere alkoholfreie Getränke als “Alkohlprodukte” eingestuft werden, wenn sie keinen Alkohol enthalten? Ist das nicht völlig unehrlich oder zumindest unaufrichtig?

Alkoholkonsum ist auf ein Allzeittief gesunken, das ist großartig. Dennoch bereites es uns Sorge zu beobachten, dass Studenten neue riskante Verhaltensweisen an den Tag legen, zum Beispiel Shirley Temples zu trinken oder etwa alkoholfreien Sangria. Wir müssen also weiter in Programme investieren, die uns dabei helfen alle Formen des Alkoholkonsums zu reduzieren, einschließlich Shirley Temples.

Aber wo liegt das Problem wenn Jugendliche alkoholfreie Getränke konsumieren? Das ist doch viel besser, als wenn sie Alkohohl trinken?

Wir machen uns Sorgen, dass Shirley Temples dazu beitragen, schädlichen Alkoholkonsum als soziale Norm zu “renormalisieren”. Sie könnten auch ein “Gateway”, ein Einfallstor sein für problematisches Trinken.

(…)

Wie soll denn der Konsum von alkoholfreien Getränken Alkohol “renormalisieren”? Ist es nicht genau andersherum, würde es nicht Alkohl “DEnormalisieren”?

Jugendliche sollten überhaupt keine Alkoholprodukte nutzen, weder mit noch ohne Alkohol. Darüberhinaus gibt es noch weitere Probleme beim Konsum von Shirley Temples. Die Getränke können dazu beitragen, dass ehemalige Trinker einen Rückfall erleiden. Sie könnten auch den Weg aus der Sucht verlängern. Es wäre eine vernichtende Niederlage, wenn Alkoholiker Shirley Temples trinken, statt völlig auf Alkohol zu verzichten!

 

Kommentare sind geschlossen.