E-Zigaretten-Markt in den USA: Wachstum langsamer, Einweg-Modelle verlieren

Der US-Markt für E-Zigaretten ist der größte der Welt – und damit auch ein Trendsetter für den Rest des Globus.

Das Wall Street Journal berichtet nun darüber, dass sich E-Zigaretten nicht mehr ganz so schnell ausbreiten wie in den vergangenen Jahren. Von einem Stillstand kann allerdings noch lange nicht die Rede sein. Während der Markt in den vergangenen fünf Jahren sich jedes Jahr mehr als verdoppelte (114 Prozent Wachstum im Schnitt), sollen es 2016 nur noch 57 Prozent sein, so die Marktexperten von Euromonitor International. Möglicherweise werde es sogar noch eine weitere Korrektur nach unten geben.

Spannend ist insbesondere, dass die nachfüllbaren Dampfen den Einweg-E-Zigaretten, die vor allem von den großen Tabakfirmen angeboten werden, immer weiter davonziehen. So sind nicht nur die Wachstumsaussichten laut Euromonitor geringer. Laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen fielen die Verkaufszahlen zuletzt sogar. Im vergangenen Quartal wurden 11 Prozent weniger Einweg-Geräte („Cigalikes“) verkauft als im Vorquartal.

Dazu passt, dass der Tabakrise Reynolds jüngst bekanntgab, durch seine Cigalike-Marke Vuse heftige Verluste zu erleiden. Der Konzern schreibt damit weiterhin rote Zahlen und musste 100 Millionen Dollar an Abschreibungen auf sein E-Zigaretten-Geschäft abschreiben. In einer ausführlichen Analyse haben haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob die Zigarettenindustrie den erfolgreichen Einstieg in den E-Zigaretten-Markt schaffen kann oder nicht, und sind zum Ergebnis gekommen, dass die Aussichten eher schlecht sind.

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