FDP erkundigt sich nach Covid und Nikotin

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Covid-19, Rauchen, Nikotin und E-Zigaretten: Über etwaige Zusammenhänge gibt es bislang einige Thesen und Vermutungen, aber wenig gesicherte Erkenntnisse.




Die FDP-Fraktion im Bundestag will es nun genauer wissen und hat eine sogenannte „Kleine Anfrage“ an die Bundesregierung gestellt, die diese nach bestem Wissen innerhalb von zwei Wochen beantworten muss.

Zum Beispiel will die FDP erfahren, wie die Bundesregierung die Auswirkungen von Nikotin auf Covid-Erkrankungen einschätzt. Wie schon mehrfach berichtet, gibt es die zwar begründete, aber keineswegs wissenschaftlich überzeugend nachgewiesene These, dass Nikotin die Ausbreitung des Virus im Körper hemmen könnte und sich so die auffälligen Zahlen erklären lassen, wonach in vielen Ländern deutlich weniger Raucher erkranken als dem Anteil an der Bevölkerung nach zu erwarten wäre. Konkret heißt die Frage: „Wie bewertet die Bundesregierung die eingangs genannte Berichterstattung zu einer möglichen vor Covid-19 schützenden Wirkung von Nikotin?“

Auch will die Fraktion von der Bundesregierung wissen, wie sich die Coronakrise auf den Tabakkonsum ausgewirkt hat, und zwar bis Mai. Wir befürchten, dass das schwer zu beantworten sein wird, denn das Statistische Bundesamt erhebt die Absatzzahlen nur vierteljährlich, also zuletzt bis Ende März. Die FDP will aber schon Zahlen bekommen, die bis Ende Mai reichen.

Weitere Fragen der FDP zielen auf die Zahl der Tabaktoten 2019, auf die Verkaufszahlen von Nikotinersatzprodukten und auf Rauchpräventionsprogramme. Erfahrungsgemäß werden derartige Anfragen eher einsilbig beantwortet, manchmal bringen sie aber auch interessante Erkenntnisse. Zudem: Die Opposition, in diesem Fall die FDP, macht damit auf ein Thema aufmerksam, auch in den zuständigen Ministerien. Wir halten die Leserinnen und Leser von eGarage auf dem Laufenden über die Antwort.

 

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