EU: Dampfer starten meist als Raucher

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305 Seiten Lektüre: Die EU hat sich mal wieder nicht gerade kurz gefasst mit ihrem neuesten Report zu speziellen Tabak(ersatz)-Kategorien, darunter auch die E-Zigarette.




Zwar wurden vier durchaus respektable Institute beziehungsweise Universitäten, darunter die Londoner Elite-Uni LSE, aber das Ergebnis ist dennoch ein bisschen enttäuschend. Ein Großteil der Daten stammt aus dem sattsam bekannten Eurobarometer von 2017, das inzwischen längst in neuerer Fassung vorliegt (eGarage berichtete).

Dennoch: Die beteiligte Beratungsgesellschaft Open Evidence hat einige recht interessante Daten neu erhoben. Sie zeigen: Den Weg zur E-Zigarette gehen weit überwiegend (ehemalige) Raucher. In der Altersgruppe von 18 bis 25 (befragt wurden EU-Bürger aus unterschiedlichen Ländern) gaben von den 919 Interviewten lediglich acht Prozent an, vorher kein anderes Tabakprodukt benutzt zu haben. In der Gruppe ab 26 Jahren waren es sogar nur vier Prozent. Im Umkehrschluss lässt sich sagen: Selbst für jüngere Erwachsene, bei denen die Rauchquoten in Europa im Schnitt sehr deutlich unter den Älteren liegen, ist die E-Zigarette nur in seltenen Fällen die „Einstiegsdroge“. Und bei den Älteren ist der Dampf-Einstieg ohne Raucherkarriere die große Ausnahme.

Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis ist, dass Deutschland inzwischen offenbar deutlich unter den EU-Schnitt bei der Verbreitung von E-Zigaretten gefallen ist – und das vor der von der Bundesregierung geplanten Einführung einer drastischen Besteuerung des Dampfens mit Nikotin. Europaweit gaben 15 Prozent der Jüngeren und 18 Prozent der Älteren an, E-Zigaretten derzeit zu nutzen. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Nutzung wohl reicht weit ausgelegt ist, damit ist keinesfalls zwingend täglicher Gebrauch gemeint. Bei den Deutschland sind es dagegen nur 10 Prozent (Jüngere) beziehungsweise 14 Prozent (Ältere).