Letzt Woche berichtete ich von meinem vergeblichen Versuch in Stuttgart „Verdampferköpfle“, also Coils zu kaufen. Um nicht ganz dampflos dazustehen, entschied ich mich für einige sogenannten „Einweg-E-Zigaretten“.
Zwei Geschmacksrichtungen hatte ich mir ausgesucht: nämlich Trauben – war echt lecker – und Tabak. Versprochen wurden ca. 500 Züge zu fast 10 Euro, so sagte die Verkäuferin und so stand es auf dem Beipackzettel der aus Holland kommenden Firma und im Internet bei Anbietern. Als ich das umrechnete auf normale Zigaretten, war ich beeindruckt.
Kaum aus dem Laden, dampfte ich schon vor mich hin und beschenkte eine bislang unbelehrbare Raucherin. Aber welche große und nicht wieder gutzumachende Enttäuschung: nach gefühlten 100 Zügen blinkte das Glut simulierende Licht wie wild – und nichts kam mehr. Selbst wenn ich wie eine Bekloppte ununterbrochen gedampft hätte, das kann nicht sein mit den „bis zu 500 Zügen“. Nach kaum 24 Stunden war die Einwegdampfmaschine alle. Und irgendwann muss der Mensch auch schlafen, essen und sich waschen. Geht man von ca. 10 Zügen pro Zigarette aus, entspräche dieses Einmalteil rund 50 klassischen Rauchstäbchen, also fast zweieinhalb Packungen.
Aber: Wer bitte raucht die Menge an einem Tag – außer ein schon fast krankhafter Kettenraucher. Ich nicht, aber genauso lange, kaum nur einen Tag, hielt dieses Produkt. Ich bin echt sauer. Das kommt mir nicht mehr auf den Einkaufszettel – und dazu ist es viel zu überteuert. Für mich gibt es bei der Einweg-E-Zigarette nur einen Weg: Finger weg. Überlegt genau, ob Ihr das dampfen wollt – Geschmack okay, alle sonstigen Versprechen gehen im Dampf auf, der auch noch recht kostspielig ist.
Einmal und nie wieder
