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E-Zigaretten könnten „Renormalisierung des Tabakrauchens“ fördern

12. April 2017By ASW

Eigentlich steht nicht so viel Überraschendes in dem „Jahrbuch Sucht 2017“ drin, das nun in Berlin vorgestellt wurde. Ein Teil der Deutschen ist Alkohol und Tabletten mehr zugetan als gut ist. Der Zigarettenkonsum geht zurück – und die E-Zigarette?




Bei der E-Zigarette könnte es einen kleinen Wandel in der Bewertung durch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) geben. Ein zartes Pflänzchen nur, aber vielleicht doch eine leichte Änderung der Bewertungen? Oder doch eher nicht? In der offiziellen Pressemitteilung ist davon die Rede, dass die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen bereits im September 2016 eine Stellungnahme zur so genannten „Harm Reduction“ vorgelegt hat. Das ist nicht neu, aber demnach „bedeutet der vollständige Umstieg von der Tabak- auf die E-Zigarette für Raucher in der Tat eine Schadensminderung.“ Dann aber heißt es deutlich weiter: „Nachgewiesen ist die Wirksamkeit der E-Zigarette als Hilfsmittel zum Rauchstopp jedoch nicht.“

Die Forscher beobachten offenbar eine parallele Verwendung von E-Zigaretten und Tabakzigaretten: „Häufiger als der komplette Umstieg auf E-Zigaretten als Ausstiegsstrategie scheint der duale Konsum zu sein.“ Das können wir schwer widerlegen, in unserem persönlichen Umfeld – empirisch ist diese Erhebung natürlich unhaltbar – ist diese „duale Verwendung“ nicht der Fall.

DHS: E-Zigaretten könnten „Renormalisierung des Tabakrauchens“ fördern

Man wird sehen, wie sich das Dampfen in der Zukunft entwickelt. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen malt ein düsteres Bild. Ein Änderung der Bewertung scheint doch nicht in Sicht. Denn so heißt es weiter: „Darüber hinaus könnten E-Zigaretten ein mögliches Einstiegsprodukt für Jugendliche in das Tabakrauchen und in eine Nikotinabhängigkeit sein“. Das sind wohl die alten Feindbilder, denn es gibt eine ganze Reihe von Studien, die genau das Gegenteil bestätigen. Insofern wäre auch die Schlussfolgerung nicht sehr fundiert: „Und der E-Zigarettenkonsum in der Öffentlichkeit könnte zu einem positiven Image des Rauchens beitragen und damit die Renormalisierung des Tabakrauchens fördern.“ Das lassen wir mal so unkommentiert stehen.

Tabak im Jahrbuch Sucht

Noch der Vollständigkeit halber diese Zahlen zum Thema Tabak: 2016 wurden insgesamt rund 75 Milliarden Fertigzigaretten geraucht. Das sind 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders bei jungen Menschen geht der Konsum zurück. Wir finden das gut. Und weil das so ist, dass junge Menschen weniger rauchen, sehen wir auch nicht diese Gefahren, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt für Tabakzigaretten seien könnten. Aber das nur am Rande und ebenfalls nicht von uns wissenschaftlich erforscht.

Zudem ist der Konsum von Zigarren und Zigarillos um 3,2 Prozent auf 3049 Millionen Stück gestiegen. Außerordentlich stark zugenommen hat laut Jahrbuch der Konsum von Pfeifentabak: Von 1732 Tonnen im Jahr 2015 auf 2521 Tonnen in 2016 (45,6 Prozent).

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E-Zigaretten könnten „Renormalisierung des Tabakrauchens“ fördern

12. April 2017By ASW

Eigentlich steht nicht so viel Überraschendes in dem „Jahrbuch Sucht 2017“ drin, das nun in Berlin vorgestellt wurde. Ein Teil der Deutschen ist Alkohol und Tabletten mehr zugetan als gut ist. Der Zigarettenkonsum geht zurück – und die E-Zigarette?




Bei der E-Zigarette könnte es einen kleinen Wandel in der Bewertung durch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) geben. Ein zartes Pflänzchen nur, aber vielleicht doch eine leichte Änderung der Bewertungen? Oder doch eher nicht? In der offiziellen Pressemitteilung ist davon die Rede, dass die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen bereits im September 2016 eine Stellungnahme zur so genannten „Harm Reduction“ vorgelegt hat. Das ist nicht neu, aber demnach „bedeutet der vollständige Umstieg von der Tabak- auf die E-Zigarette für Raucher in der Tat eine Schadensminderung.“ Dann aber heißt es deutlich weiter: „Nachgewiesen ist die Wirksamkeit der E-Zigarette als Hilfsmittel zum Rauchstopp jedoch nicht.“

Die Forscher beobachten offenbar eine parallele Verwendung von E-Zigaretten und Tabakzigaretten: „Häufiger als der komplette Umstieg auf E-Zigaretten als Ausstiegsstrategie scheint der duale Konsum zu sein.“ Das können wir schwer widerlegen, in unserem persönlichen Umfeld – empirisch ist diese Erhebung natürlich unhaltbar – ist diese „duale Verwendung“ nicht der Fall.

DHS: E-Zigaretten könnten „Renormalisierung des Tabakrauchens“ fördern

Man wird sehen, wie sich das Dampfen in der Zukunft entwickelt. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen malt ein düsteres Bild. Ein Änderung der Bewertung scheint doch nicht in Sicht. Denn so heißt es weiter: „Darüber hinaus könnten E-Zigaretten ein mögliches Einstiegsprodukt für Jugendliche in das Tabakrauchen und in eine Nikotinabhängigkeit sein“. Das sind wohl die alten Feindbilder, denn es gibt eine ganze Reihe von Studien, die genau das Gegenteil bestätigen. Insofern wäre auch die Schlussfolgerung nicht sehr fundiert: „Und der E-Zigarettenkonsum in der Öffentlichkeit könnte zu einem positiven Image des Rauchens beitragen und damit die Renormalisierung des Tabakrauchens fördern.“ Das lassen wir mal so unkommentiert stehen.

Tabak im Jahrbuch Sucht

Noch der Vollständigkeit halber diese Zahlen zum Thema Tabak: 2016 wurden insgesamt rund 75 Milliarden Fertigzigaretten geraucht. Das sind 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders bei jungen Menschen geht der Konsum zurück. Wir finden das gut. Und weil das so ist, dass junge Menschen weniger rauchen, sehen wir auch nicht diese Gefahren, dass E-Zigaretten ein Einstiegsprodukt für Tabakzigaretten seien könnten. Aber das nur am Rande und ebenfalls nicht von uns wissenschaftlich erforscht.

Zudem ist der Konsum von Zigarren und Zigarillos um 3,2 Prozent auf 3049 Millionen Stück gestiegen. Außerordentlich stark zugenommen hat laut Jahrbuch der Konsum von Pfeifentabak: Von 1732 Tonnen im Jahr 2015 auf 2521 Tonnen in 2016 (45,6 Prozent).

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