E-Laden

Mit noch mehr lecker duftenden Liquids versorgt, versuchte ich die Befüllung erneut – und scheiterte nach zwei nur mittelmäßig genüsslichen Zügen, ich konnte nur spärliche kleine Dampfwölkchen der E-Zigarette entlocken – weit weg von einem Genuss.

Ein Fachmann muss her, ein E-Zigarettenladen wird im Netz gesucht. In der ganzen Stadt gibt es zahllose und gleich drei in meiner Nähe. Der Laden klein, aber brechend voll mit spannenden Öffnungszeiten 12h bis 20h. Drei Verkaufstische und wartende Kunden – und vor allem: dicke Luft.

Irgendwie erinnert das Geschäft an alte Kneipenzeiten, als noch feste geraucht werden durfte in den Lokalen, Cafés, Bars und eigentlich überall.

Eine Luft zum Schneiden, ein Wolkendickicht – und endlos Lakritze, Schokolade und Tabak in der Luft. Daran müssen sich Nase und Augen erst gewöhnen. Eine junge Frau lässt sich vom Mitarbeiter in die Welt der tausendundeine Geschmacksrichtungen einführen.

Sie nuckelt an zahllosen Testzigaretten mit immer neuen Düften und Geschmacksnoten. Drei junge Männer versuchen die E-Shishas und ein weiterer Kunde will eine neue E-Zigarette kaufen und scheitert schier bei der endlosen Auswahl in drei Vitrinen.

Mein Problem, das mich fast zur Zigaretten zurückkehren lässt, scheint den Verkäufer nicht besonders zu überraschen: Er schraubt die E-Zigarette auseinander, putzt alle Teilchen separat mit einem Küchenkrepp, das kenne ich ja schon, und zeigt mir, wie ich befüllen muss, sagt, dass ich die Dochte wie rohe Eier behandeln soll, die Bedienungsanleitung weglegen und ja nicht vergessen soll, immer bei längerem Nichtgebrauch mit fünfmaligem Drücken des Leuchtknopfes die Batterie auszuschalten.

Ob ich denn genügend Liquid hätte, ja ja, bis zum Ende aller Tage. Na, dann hoffe ich, dass Sie schneller wiederkommen. Frohes Schmauchen; ein netter Verkäufer.