Drogenbeauftragte will „breitgefächertes Verbot“ bei Tabakwerbung

Im Wesentlichen dreht sich das Interview der Rheinischen Post mit Marlene Mortler (CSU) um Canabis und die mögliche begrenzte Freigabe.

Aber es gibt auch eine Passage in dem Gespräch, die sich mit der Tabakwerbung beschäftigt. Und die sieht die Drogenbeauftragte der Bundesregierung sehr kritisch und strebt „ein breitgefächertes Verbot“ an.

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie man Verbote breit fächern kann – die Antwort folgt auf dem Fuße. Wörtlich heißt es: „Konkret soll es künftig keine Plakat-Außenwerbung sowie Kinowerbung für Tabak geben. Deutschland hat im Zuge der Tabakrahmen-Konvention vor vielen Jahren unterschrieben, dass wir die Tabakwerbung einstellen. Neben Bulgarien – das für mich in diesem Bereich kein Maßstab ist – sind wir das letzte EU-Land, das diese Regelung noch nicht umgesetzt hat“, sagt Frau Mortler.

Auf Nachfrage bestätigt sie, dass es ab dem kommenden Jahr außer an den Verkaufsstellen keine Tabakwerbung mehr geben wird.

Gegenwärtig raucht nach den Worten der Drogenbeauftragten etwa jeder Dritte in Deutschland. Allerdings macht sie keine Angaben zur E-Zigarette, wahrscheinlich, weil es dazu keine Erhebungen gibt. In allen Altersklassen sei das Rauchen rückläufig. Interessant die Verteilung nach Geschlechtern – Frauen geben das Rauchen langsamer auf als Männer.

Das ganze Interview Interview der Rheinischen Post mit Marlene Mortler unter diesem Link.