Drogenbeauftragte verlangt Steuer auf E-Zigarette

Die Besteuerung von nikotinhaltigen E-Zigaretten und Liquids könnte schon bald zur unangenehmen Realität für Deutschlands Dampfer werden: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung setzt sich für eine Besteuerung von E-Zigaretten ein. Wie Marlene Mortler (CSU) im Interview mit der Stuttgarter Zeitung sagte, sei eine Steuer auf E-Zigaretten mit nikotinhaltigen Flüssigkeiten „zwingend geboten“. Sie machte dabei auch deutlich, dass das Bundesfinanzministerium sich offenbar mit der Frage beschäftigt. „Nach meiner Kenntnis wird gerade geprüft, wie die E-Zigaretten steuerlich behandelt werden sollen“, sagte sie wörtlich.
Mortler sprach sich zudem für eine scharfe Regulierung analog zum Rauchen aus. Die E-Zigarette müsse in allen Punkten so behandelt werden wie die herkömmliche Zigarette. Wenn in Kneipen, Flughäfen und Bahnhöfen Verbote herrschten, müssten diese auch für Dampfer gelten.
Weniger problematisch für Deutschlands E-Zigaretten-Nutzer dürfte sein, dass sich Mortler auch für schärfere Jugendschutz-Vorschriften einsetzt. Die Abgabe von E-Zigaretten und E-Shishas mit und ohne Nikotin an Kinder und Jugendliche müsse verboten werden.