Die Juul-Kontroverse geht weiter

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Die E-Zigarette Juul verursacht in Deutschland weiter große Aufmerksamkeit – und bleibt im Visier der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU). Sie sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ jetzt, es müsse gegen eine Entwicklung wie in den USA „alles getan“ werden. „Dort wurde die Markteinführung von ‚Juul‘ zum Desaster für die Gesundheit Hunderttausender junger Menschen, die nie zuvor eine Zigarette in der Hand hatten“, sagte Mortler laut der FAS. Es müsse genau geschaut werden, ob die aktuelle Obergrenze beim Nikotin in der Europäischen Union in Ordnung sei.

Die Grenze in der EU liegt bei 20 Milligram pro Milliliter Liquid und damit knapp drei Mal so niedrig wie der Nikotingehalt von Juul in den USA. In der Branche wird deshalb vielfach bezweifelt, dass Juul in Europa ähnliche Erfolge erzielen kann. Von Händlern ist unter der Hand zu hören, dass der Verkauf wohl eher schleppend anlaufe. Für eine klare Einschätzung ist es aber eindeutig zu früh: Juul ist in Deutschland erst seit Dezember zu haben.