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Deutlich weniger Dampfer laut Debra-Studie

23. May 2023By JJS

Nach ungewöhnlich langer Pause liegen neue Zahlen der Debra-Studie vor, die das Rauch- und Dampfverhalten in Deutschland kontinuierlich durch repräsentative Befragungen beobachtet.




Gleich zwei neue Umfrage-Runden, im Januar und im März, wurden nun veröffentlicht. Was gibt es Neues? Erstens: Der Gebrauch der E-Zigarette greift nicht gerade um sich, im Gegenteil. Die “Prävalenz”, also der Anteil jener, die angeben, sie regelmäßig zu nutzen, sank von 3 Prozent auf 2,2 (Januar) und 1,3 Prozent (März). Ein unrealistisch starkes Sinken? Ja, natürlich. Bei einem so geringen Anteil an Dampfern sorgt die statistische Unschärfe für Ausreißer. Deshalb wird auch ein aussagekräftigerer gleitender Mittelwert angeben. Er ist seit Ende vergangenen Jahres von 2,4 auf nun 2,2 Prozent gefallen.

Ob das schon etwas mit der Steuer zu tun hat, die seit spätestens Mitte Februar greift, bleibt Spekulation. Schade zudem, dass die Zahlen zum Dampfen bei Jugendlichen (noch) nicht aktualisiert wurden, die in jüngster Zeit so viel Aufmerksamkeit erfahren haben.

Während über die E-Zigarette und ihre Regulierung viel und ziemlich aufgeregt diskutiert wird, liefern die neuesten Debra-Zahlen einmal mehr den Nachweis: Deutschland hat vor allem ein Zigaretten- und Raucherproblem. Auch beim Tabak sind die Zahlen etwas gefallen, der gleitende Mittelwert ist vom Höhepunkt im Herbst vergangenen Jahres (36,6 Prozent Prävalenz) auf nun 34,4 Prozent gefallen. Doch mehr als jeder dritte über 14 Jahre alte Deutsche raucht nun. Deutlich mehr als vor einigen Jahren, als es laut Debra nur gut jeder vierte war.

Die Tabakprävention in Deutschland ist im Ergebnis demnach ein vollständiges Desaster. An dieser Diagnose führt kein Weg vorbei. Denn in vielen anderen europäischen Ländern wie zum Beispiel Großbritannien, aber auch in der gesamten EU, fallen die Raucherzahlen kontinuierlich.

Besserung ist nicht in Sicht. Denn gleichzeitig ist der Anteil der Raucher, die angeben, jüngst einen Rauchstoppversuch gemacht zu haben, im Sinkflug. 7,3 Prozent (gleitender Mittelwert) haben in den vergangenen 12 Monaten versucht, vom Glimmstängel loszukommen. Vor einigen Jahren waren Werte um die 20 Prozent üblich. Schon jetzt hinterlässt das weit verbreitete Rauchen in Deutschland Spuren bei der Lebenserwartung, die in Zukunft noch tiefer werden könnten, wie Forscher erwarten.

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Gleich zwei neue Umfrage-Runden, im Januar und im März, wurden nun veröffentlicht. Was gibt es Neues? Erstens: Der Gebrauch der E-Zigarette greift nicht gerade um sich, im Gegenteil. Die “Prävalenz”, also der Anteil jener, die angeben, sie regelmäßig zu nutzen, sank von 3 Prozent auf 2,2 (Januar) und 1,3 Prozent (März). Ein unrealistisch starkes Sinken? Ja, natürlich. Bei einem so geringen Anteil an Dampfern sorgt die statistische Unschärfe für Ausreißer. Deshalb wird auch ein aussagekräftigerer gleitender Mittelwert angeben. Er ist seit Ende vergangenen Jahres von 2,4 auf nun 2,2 Prozent gefallen.

Ob das schon etwas mit der Steuer zu tun hat, die seit spätestens Mitte Februar greift, bleibt Spekulation. Schade zudem, dass die Zahlen zum Dampfen bei Jugendlichen (noch) nicht aktualisiert wurden, die in jüngster Zeit so viel Aufmerksamkeit erfahren haben.

Während über die E-Zigarette und ihre Regulierung viel und ziemlich aufgeregt diskutiert wird, liefern die neuesten Debra-Zahlen einmal mehr den Nachweis: Deutschland hat vor allem ein Zigaretten- und Raucherproblem. Auch beim Tabak sind die Zahlen etwas gefallen, der gleitende Mittelwert ist vom Höhepunkt im Herbst vergangenen Jahres (36,6 Prozent Prävalenz) auf nun 34,4 Prozent gefallen. Doch mehr als jeder dritte über 14 Jahre alte Deutsche raucht nun. Deutlich mehr als vor einigen Jahren, als es laut Debra nur gut jeder vierte war.

Die Tabakprävention in Deutschland ist im Ergebnis demnach ein vollständiges Desaster. An dieser Diagnose führt kein Weg vorbei. Denn in vielen anderen europäischen Ländern wie zum Beispiel Großbritannien, aber auch in der gesamten EU, fallen die Raucherzahlen kontinuierlich.

Besserung ist nicht in Sicht. Denn gleichzeitig ist der Anteil der Raucher, die angeben, jüngst einen Rauchstoppversuch gemacht zu haben, im Sinkflug. 7,3 Prozent (gleitender Mittelwert) haben in den vergangenen 12 Monaten versucht, vom Glimmstängel loszukommen. Vor einigen Jahren waren Werte um die 20 Prozent üblich. Schon jetzt hinterlässt das weit verbreitete Rauchen in Deutschland Spuren bei der Lebenserwartung, die in Zukunft noch tiefer werden könnten, wie Forscher erwarten.

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