Dampfen ist in Großbritannien das Wort des Jahres

Das Oxford Dictionary entspricht in Großbritannien in seiner Bedeutung dem deutschen Duden. Die Vokabel-Gurus aus der berühmten Universitätsstadt haben dem steilen Aufstieg der E-Zigarette nun den sprachlichen Ritterschlag verliehen.

„Vape“ wurde zum Wort des Jahres 2014 erkoren. Zur Erklärung: Während das deutsche „Dampfen“ seit jeher zum Wortschatz gehört, aber inzwischen auch für den Gebrauch der E-Zigarette steht, ist Vape eine Wortneuschöpfung – in Anlehnung an das Substantiv Vapour, also Dampf. Vape kann als Verb gebraucht werden („I was vaping in my car when Sarah called me“), aber auch als Nomen (als Synonym für electronic cigarette oder als Zustandsbeschreibung – „let’s go outside for a vape“).

Die Sprachwächter begründeten die Wahl mit der rasend schnellen Verbreitung des Dampfens in Großbritannien. Auch Promis wie Linday Lohan und Barry Manilow würden inzwischen zur E-Zigarette greifen. Das Team vom Oxford Dictionary hat auch die Entstehungsgeschichte des Wortes genauer unter die Lupe genommen. Zwar wurden moderne E-Zigaretten erst im Jahr 2003 in China erstmals entwickelt. Doch der bislang früheste bekannte Gebrauch von „vape“ datiert 20 Jahre früher. Rob Stepney schrieb in einem Artikel für die „New Society“ im Jahr 1983 über ein hypothetisches Gerät, dass das Rauchen ablösen könnte:

„Ein Inhalator oder eine feuerfeste Zigarette, die wie das echte Vorbild aussieht aber… genau dosierbar Nikotindampf liefert (Die neue Angewohnheit, wenn sie sich denn verbreitet, würde „vaping“ genannt werden).“

So geheseh hat das Dampfen sprachlich schon seinen 30. Geburtstag hinter sich.