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Dampfen im Poststreik

20. May 2015By ASW

 

Ich habe mich ja bereits geoutet als begeisterte Maracuja-Dampferin. Und ich habe meine persönliche Marktrecherche mit unterschiedlichen Anbietern auf dem Liquidmarkt erfolgreich abgeschlossen. Nachdem ich viele verschiedene Liquids von unterschiedlichen Herstellern – ob nur Maracuja pur oder in Verbindung mit Pfirsich oder mit Nuss probiert habe – dampfend getestet habe, fand ich meinen Lieblings-Maracuja-Stoff bei einem Händler in München, wo ich während eines München-Besuches eingekauft habe. Das Liquid war so lecker, dass ich schon zweimal nachbestellt habe. Und es war vorletzte Woche mal wieder so weit, dass der Inhalt meines Fläschchens sich dem Ende zuneigte.

Ein neuerlicher Versuch beim Händler um die Ecke, der nun im Premiumsegment auch endlich Maracuja anbietet. Welche Enttäuschung: der Preis war schon ziemlich hoch und der Geschmack enttäuschte mich bitterlich. Na dann halt via Internet. Schnell die Seite des Händlers aufgerufen, online bestellt und bezahlt, die Bestätigung des Geldeingangs kam auch prompt, ebenso die „Lieferung ist auf dem Weg“- Meldung. Und jetzt warte ich seit mehr als einer geschlagenen Woche; denn die Post streikt. Nun kann man sagen, na klar, ich hätte auch die dreimal so teure Liefervariante über einen anderen als den DHL-Versanddienst der Post wählen können, aber: warum sollte ich, so dachte ich zumindest. Keine Sekunde hätte ich daran gedacht, dass der Tarifstreit bei der Post meine Dampferei mit meinem Lieblingsliquid aus fernen deutschen Landen beeinträchtigen, ja fast zum Scheitern bringen könnte. Ich weiß jetzt nicht so ganz, auf wen ich mehr sauer bin, auf meine eigene „Knickerigkeit“, weil ich teureren Versandkosten sparen wollte, oder auf die Post, die ihre Mitarbeiter nicht ordentlich bezahlt, oder auf die Streikenden, die meine Versorgung auf dem Postweg mit Liquids verhindern. Ob die anderen Transpostunternehmen ihre Leute besser und fairer bezahlen? Keine Ahnung. Aber, was bin ich sauer: denn kostenfrei ist die Zustellung mit der Deutschen Post ja auch nicht und neu sind die Tarifauseinandersetzungen ja auch nicht wirklich. Mich aber betreffen sie jetzt erstmals – okay, keiner ist besonders traurig, wenn Rechnungen nicht eintrudeln – in meinem dampfenden Dasein. Bitte beendet den Streik und gebt mir mein Maracuja-Liquid, damit ich wieder den köstlichen Dampf inhalieren kann.

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Ich habe mich ja bereits geoutet als begeisterte Maracuja-Dampferin. Und ich habe meine persönliche Marktrecherche mit unterschiedlichen Anbietern auf dem Liquidmarkt erfolgreich abgeschlossen. Nachdem ich viele verschiedene Liquids von unterschiedlichen Herstellern – ob nur Maracuja pur oder in Verbindung mit Pfirsich oder mit Nuss probiert habe – dampfend getestet habe, fand ich meinen Lieblings-Maracuja-Stoff bei einem Händler in München, wo ich während eines München-Besuches eingekauft habe. Das Liquid war so lecker, dass ich schon zweimal nachbestellt habe. Und es war vorletzte Woche mal wieder so weit, dass der Inhalt meines Fläschchens sich dem Ende zuneigte.

Ein neuerlicher Versuch beim Händler um die Ecke, der nun im Premiumsegment auch endlich Maracuja anbietet. Welche Enttäuschung: der Preis war schon ziemlich hoch und der Geschmack enttäuschte mich bitterlich. Na dann halt via Internet. Schnell die Seite des Händlers aufgerufen, online bestellt und bezahlt, die Bestätigung des Geldeingangs kam auch prompt, ebenso die „Lieferung ist auf dem Weg“- Meldung. Und jetzt warte ich seit mehr als einer geschlagenen Woche; denn die Post streikt. Nun kann man sagen, na klar, ich hätte auch die dreimal so teure Liefervariante über einen anderen als den DHL-Versanddienst der Post wählen können, aber: warum sollte ich, so dachte ich zumindest. Keine Sekunde hätte ich daran gedacht, dass der Tarifstreit bei der Post meine Dampferei mit meinem Lieblingsliquid aus fernen deutschen Landen beeinträchtigen, ja fast zum Scheitern bringen könnte. Ich weiß jetzt nicht so ganz, auf wen ich mehr sauer bin, auf meine eigene „Knickerigkeit“, weil ich teureren Versandkosten sparen wollte, oder auf die Post, die ihre Mitarbeiter nicht ordentlich bezahlt, oder auf die Streikenden, die meine Versorgung auf dem Postweg mit Liquids verhindern. Ob die anderen Transpostunternehmen ihre Leute besser und fairer bezahlen? Keine Ahnung. Aber, was bin ich sauer: denn kostenfrei ist die Zustellung mit der Deutschen Post ja auch nicht und neu sind die Tarifauseinandersetzungen ja auch nicht wirklich. Mich aber betreffen sie jetzt erstmals – okay, keiner ist besonders traurig, wenn Rechnungen nicht eintrudeln – in meinem dampfenden Dasein. Bitte beendet den Streik und gebt mir mein Maracuja-Liquid, damit ich wieder den köstlichen Dampf inhalieren kann.

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