Dampfen half sechs Millionen Europäern beim Rauchstopp

Es sind gigantische Zahlen: Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie ist mehr als sechs Millionen Europäern der komplette Rauchstopp mithilfe der E-Zigarette gelungen. Neun Millionen Bewohnern der EU konnten zumindest ihren Zigarettenkonsum reduzieren, heißt es in einem Artikel des renommierten Fachblattes „Addiction“, der unter anderem von Wissenschaftlern der griechischen Universität in Patras und des französischen Gesundheitsforschungsinstitut Inserm verfasst wurde.

Grundlage sind die Daten des europäischen Statistik-Instituts Eurostat von 2014 über Raucher und Dampfer. Demnach haben 48,5 Millionen Europäer bereits E-Zigaretten ausprobiert, während 7,5 Millionen auch zum Zeitpunkt der Befragung dampften. Unter den aktiven Nutzern haben 35,1 Prozent das Rauchen aufgegeben und 32,2 Prozent den Zigarettenkonsum reduziert.

Konstantinos Farsalinos von der Uni Patras, der an der Studie mitwirkte, sagte: „Das sind wahrscheinlich die höchsten Rauchstopp-Raten die je bei einer Studie in dieser Größenordnung festgestellt wurden.“ Die EU-Daten zeigten, dass E-Zigaretten aus zwei Gründen einen positiven gesundheitlichen Effekt für die Bevölkerung hätten. Erstens würden Raucher ganz von Zigaretten loskommen oder zumindest den Konsum reduzieren. Zweitens bliebe der Gebrauch von E-Zigaretten weitgehend auf Ex-Raucher beschränkt.

Jacques Le Houezec, Neurowissenschaftler des Inserm, sagte: „Bei Nichtrauchern wird nach unseren Beobachtungen etwas mit E-Zigaretten experimentiert, aber dauerhafte Nutzung ist nur minimal verbreitet. Nur 1,3 Prozent der Nichtraucher berichteten, E-Zigaretten überhaupt zu nutzen und nur 0,09 Prozent nutzten sie täglich.“ Die Sorge vor einem „Gateway-Effekt“, also davor, dass E-Zigaretten zu einer Nikotinsucht verleiten, die eventuell später zur herkömmlichen Zigarette führt, sei durch die Ergebnisse als unbegründet widerlegt worden.

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