BAT will Bayreuther-Werk schließen

Nein, es soll nichts mit dem Brexit zu tun haben, wenn British American Tobacco sein größtes Werk nicht nur in Deutschland, in Bayreuth, sondern weltweit schließen werden will.




Dort werden von mehr als 1.400 Mitarbeitern so bekannt Marken wie HB hergestellt. Und dieses „HB“ – wir kennen doch noch alle das berühmte HB-Männchen aus der Werbung – war eigentlich die Abkürzung für Haus Bergmann. Branchenintern hieß es aber immer „Helft Bayreuth“, die Stadt, die vor dem Mauerfall an der Zonengrenze lag und als strukturschwach galt.

Jetzt werden dort in Oberfranken vor allem Lucky Strike, Pall Mall und Dunhill hergestellt. Zu Spitzenzeiten wurden dort 53 Milliarden Zigaretten gefertigt. Nicht mehr lange, wenn man den Gerüchten glauben darf, denn: BAT will sich aus der Zigarettenproduktion in Deutschland verabschieden, Richtung Osten, wo alles billiger herzustellen ist, also die Lohnkosten geringer sind. In Polen entstand ein riesiges Werk, das Schritt für Schritt die Herstellung übernehmen soll. Als Rumpfproduktion soll dann nur noch die Herstellung von Feinschnitttabak für die selbstgedrehten Zigaretten in Bayreuth verbleiben, wie die „Welt“ heute meldet.

BAT war und ist der größte Gewerbesteuerzahler der Stadt.
Armes Bayreuth, jetzt haben sie dann nur noch den Hügel und die Wagner-Festspiele.

Und hier geht es zur HB-„Welt“: Das HB-Männchen kehrt Deutschland den Rücken