„Wir schaffen das – nicht“: Angie-Zitat andersrum

Mit den Worten „das schaffen wir nicht“ versucht der Deutsche Zigarettenverband, DZV, in seiner Pressemitteilung so die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie zu kippen.




Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie in Deutschland Deutsche Tabakwirtschaft braucht faire Fristen zur Produktionsumstellung.

Dabei geht es um die Umsetzungsfristen für den Aufdruck der Schockbilder auf die Packungen. Zum 20. Mai 2016 sollen alle Verpackungen mit den Horrorfotos versehen sein. Im Fokus stehen für den Verband die die mittelständischen Unternehmen der Branche, so der Verbandsgeschäftsführer und ehemaliger Staatssekretär, Jan Mücke.

Bei der Anhörung am Mittwoch vor dem Bundestagsausschuss für Landwirtschaft und Ernährung stieß der Vertreter des Verbandes der deutschen Rauchtabakindustrie, VdR, Michael von Foerster, ins gleiche Horn. Allerdings vertritt dieser wirklich den Mittelstand, von dem er sagt, dieser sei „durch die Fristenproblematik“ stark betroffen. Und schon macht wieder das böse Wort „verfassungswidrig“ die Runde, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Donnerstag in ihrer Printausgabe meldete.

Schon munkelt man, dass die Vertreter der GroKo ein gewisses Verständnis für diese mittelstandsorientierten Einwände gezeigt hätten.

Und jetzt kommen die good guys in diesem Spiel: Der Marktführer Philip Morris plädiert für eine fristgerechte Umsetzung – diesmal meint man in München: Wir schaffen das. Auch das ist ein Wettbewerbsvorteil und sorgt für ordentlich Ärger in der Zigarettenbranche.

Die Welt titelte: Tabaklobby will Schockbilder mit Trick verhindern.

Und noch eins zum Schluss: Vom E-Zigarettenverband hört und liest man leider nichts rund um die Anhörung – als ob es dabei nicht auch um die Dampfer ginge. Schade.

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