US-Tabakmultis zahlen Anti-Spots

Da schmerzt so richtig: Amerikanische Zigarettenhersteller schalten TV-Spots und Anzeigen, aber nicht für ihre Produkte, sondern als Konsumwarnung. Ein Gerichtsurteil macht’s möglich.




Nein, es geht dabei nicht um die Rückkehr des Cowboys am Lagerfeuer, eher um das Gegenteil, die Warnung vor dem eigenen Produkt.

Zur Geschichte:
Vor elf Jahren unterlagen die amerikanischen Hersteller von Tabakröllchen in einem Prozess gegen US-Politiker, die der Industrie vorwarfen, die amerikanische Öffentlichkeit über die Risiken des Zigarettenkonsums getäuscht zu haben.

Die Richterin verurteilte die Firmen Altria, R.J. Reynolds Tobacco, Lorillard und Philip Morris USA zu einer Gegendarstellung, einem gemeinsamen Werbespot in verschiedenen Fernsehanstalten sowie zu ganzseitigen Anzeigen in großen Tageszeitungen, zu einer Anti-Werbung. In dieser wird vor den gesundheitlichen Gefahren durch das Rauchen hingewiesen von Herzerkrankungen bis Krebs. Darin heißt es: „Rauchen tötet 1200 Amerikaner. Jeden Tag“.

Jetzt kann man nach jahrelangem Feilschen der Anwälte beider Seiten schwarz auf weiß lesen, welche Risiken mit dem Tabakkonsum verbunden sind. Oder es im Spot hören von einer fast nachrichtlich klingenden Frauenstimme.

Und hier geht es zum Bericht des ARD-Korrespondenten Jan Bösche: Kampagne im US-Fernsehen Tabakindustrie zahlt Anti-Tabak-Spots

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