Studie belegt riesigen Erfolg der E-Zigarette bei Rauchentwöhnung

Großbritannien fällt schon länger durch seine Fortschrittlichkeit beim Dampfen auf. E-Zigaretten werden dort von der Politik aktiv gefördert.

Neue Daten der Regierung (im Link die Präsentation „Electronic cigarettes in England – latest trends“ aufrufen) legen nun nahe, dass sich das mehr denn je lohnt: Die Zahl der Ex-Raucher, die auch mit Hilfe der E-Zigarette aufgehört haben, steigt immer weiter an. Statt 4,6 Prozent im Jahr 2011 hörten auf der Insel jüngst 7,5 Prozent der Raucher jüngst mit ihrem Laster auf. Wer es probiert, hat bessere Chancen denn je. Die Erfolgsquote bei Menschen, die versuchten aufzuhören, ist zeitlich genau mit dem massenhaften Auftreten der E-Zigarette nach oben geschossen. Um das Jahr 2011 herum gelang nur etwa 14 Prozent derjenigen, die von der Zigarette loskommen wollten, der Ausstieg. Diese Zahl ist auf zuletzt knapp 18 Prozent angestiegen.

Die Daten lassen zwar keine glasklaren Rückschlüsse über die Ursache zu. Es könnte möglicherweise auch sein, dass Anti-Tabak-Kampagnen oder Preiserhöhungen für Zigaretten den Rauchstopp fördern. Aber es drängt sich auf, den signifikanten Fortschritt bei der Rauchentwöhnung auch auf die E-Zigarette zurückzuführen. Nicht nur, dass die statistischen Erfolge zeitlich genau mit dem Entstehen eines Massenmarkts für E-Zigaretten übereinstimmen. Auch andere Zahlen stützen die These. Etwa die Hälfte aller Ex-Raucher nutzt den Zahlen des Dienstes „Smoking in England“ inzwischen E-Zigaretten. 2011 hatte die Quote noch nahe bei Null gelegen. Gerade unter den täglichen Nutzern von E-Zigaretten sind viele, die es geschafft haben, komplett mit dem Tabak aufzuhören. Allerdings: Viele Raucher verwenden die E-Zigarette auch zur Ergänzung.

Ebenfalls hoch interessant an der lesenswerten Präsentation: Es gibt weiterhin keine Anhaltspunkte, dass E-Zigaretten in nennenswerten Umfang auch Nichtraucher ansprechen und so zu einer „Renormalisierung“ des Nikotinkonsums führen könnten – oder gar Nichtraucher an die Zigarette herangeführt werden. Trotz der enorm zunehmenden Nutzung durch (Ex-)Raucher gibt es weiterhin nur eine „vernachlässigbare“ Zahl (O-Ton aus der Studie) von Dampfern, die niemals geraucht haben.

Schade, dass über Deutschland keine derart detaillierten Zahlen vorliegen. Das liegt auch am Desinteresse der Bundesregierung, das Dampfen gesundheitspolitisch konsequent zu nutzen. Großbritannien bleibt der E-Zigaretten-Vorreiter schlechthin.