Studie der Tabakindustrie: Dampfen viel weniger gefährlich als Rauchen

Der Tabakkonzern BAT ist schon vor mehr als einem Jahr mit einer positiven Studie zu E-Zigaretten aufgefallen. Nun hat British American Tobacco nachgelegt.

Laut der Untersuchung, die in der seriösen Fachzeitschrift Toxicology Letters veröffentlicht wird, schädigt der Dampf aus E-Zigaretten das Erbgut nicht, sogar bei einer Dosierung, die 28 mal höher liegt als beim Rauchen.

Für den Labortest verglichen die Forscher Tabakrauch mit dem Dampf aus den hauseigenen Vype E-Zigaretten. „Wir konnten zeigen, dass es in Lungenzellen, die Rauch ausgesetzt werden, erheblichen Schaden am DNA gibt, aber dass das nicht der Fall ist bei E-Zigaretten-Dampf“, so James Murphy, Chef der Risikobewertung bei BAT in einer Mitteilung.

Die Forscher sind sich interessanterweise sehr sicher: Während E-Zigaretten-Dampf keinen messbaren Effekt auf die Zellen hat, tötet der Tabakrauch Zellen in hoher Dosis komplett ab und oder schädigt die DNA. Murphy sagte, man habe sichergestellt, dass der E-Zigaretten-Dampf auch die Zelloberfläche erreiche.

Natürlich: Die Tabakindustrie kann nicht Arbeitsort von unabhängigen Forschern sein, alle Ergebnisse sind mit etwas Vorsicht zu genießen. Wir hatten zum Beispiel eine Forscherin aus Deutschland interviewt, die bei Zelluntersuchungen zu anderen Ergebnissen kommt.

Dennoch ist es eine gute Nachricht für alle Dampfer, wenn sich zumindest Teile der Tabakindustrie für die E-Zigarette stark machen. Und Ergebnisse, die bestätigen, dass Dampfen um Größenordnungen sicherer sind als Tabakzigaretten, sind natürlich auch immer willkommen.