Studie beendet Debatte um angebliche Dampfer-Suchtwelle unter Jugendlichen

Prof. Linda Bauld, University of Stirling, Edinburgh

Schon länger zeichnet sich ab: Eine neue Suchtwelle unter Nichtrauchern löst das Dampfen nicht aus. Eine neue Studie trägt das Märchen, es drohe trotz des Rückgangs der Raucherquote unter jungen Menschen eine große Gefahr, nun endgültig zu Grabe. Der E-Zigaretten-Verband VdeH weist auf eine hochqualitative neue Studie aus Großbritannien hin, die das Thema ausführlich untersucht hat und auf einer Reihe weiterer Untersuchungen basiert. Unter der Leitung der britischen Forscherin Linda Bauld, die auf einer Veranstaltung von eGarage.de bereits ausführlich Stellung zu dem Thema nahm, wurde evaluiert, wie verbreitet das Dampfen unter Jugendlich in Großbritannien ist. Wohlgemerkt: Die Briten gehen mit Abstand am positivsten mit der E-Zigarette um und fördern sie als geeignetes Mittel für den Rauchstopp. Dort ist auch die Zahl der Dampfer im europäischen Vergleich besonders hoch. Wenn es also ein Land gibt, in dem sich beobachten lässt, ob ein positiver Umgang mit der E-Zigarette negative Auswirkungen auf das Suchtverhalten von Jugendlichen hat, dann ist es Großbritannien.

Die Ergebnisse widerlegen diese Befürchtung aber eindeutig: Nur ein kleiner Teil der Jugendlichen dampft. Unter den 11- bis 16-Jährigen nutzen nur ein bis drei Prozent regelmäßig (mindestens wöchentlich) E-Zigaretten. Entscheidend: Der Großteil davon sind aber Jugendliche, die auch schon geraucht haben. Unter den Niemals-Rauchern liegt der Anteil der Jugendlichen in Großbritannien, die dampfen, je nach Untersuchung bei 0,1 bis 0,5 Prozent. Eine E-Zigarette ausprobiert haben deutlich mehr junge Menschen: Hier liegt der Wert zwischen sieben und 18 Prozent. Ebenfalls interessant: Mehr Jugendliche haben laut einer der ausgewerteten Studien E-Zigaretten schon einmal probiert, der Anteil ist gestiegen. Die regelmäßigen Nutzungs-Zahlen blieben aber in dieser Untersuchung konstant.

Die Schlussfolgerungen der britischen Forscher sind eine eindeutige Entwarnung: „Zusammenfassend zeigen die Studien in Großbritannien ein klares Muster: Das Experimentieren mit E-Zigaretten führt in der Regel nicht zur regelmäßigen Nutzung, und die Zahl der Jugendlichen Nutzer, die noch nie geraucht haben bleibt sehr niedrig.“

Die Untersuchung wertete Ergebnisse von Studie aus, die insgesamt rund 60.00 Jugendliche erfassten. Baulds Untersuchung wurde im renommierten International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht.