Steuerspekulationen aus Brüssel und Berlin

Eigentlich sind die Liquidhersteller für E-Zigaretten bislang mit einem blauen Auge davon gekommen. Auch wenn so mancher Branchenvertreter nach Liquidsteuern ruft; hoffentlich nicht zu laut.




Aber im Jahr der Bundestagswahl ist da bestimmt nichts mehr zu erwarten, schließlich trat die GroKo, also die große Koalition aus CDU/CSU und SPD, mit dem Versprechen an, dass es mit ihr keine Steuererhöhungen gibt.

Die Iqos vom Zigarettenbranchenprimus Philip Morris brachte nun die schon versandet geglaubten Gespräche zur Besteuerung wieder in Fluss oder zum Dampfen. Da – anders als bei den herkömmlichen E-Zigaretten – dort Tabakblätter bedampft werden, muss eine Steuer entrichtet werden, nämlich die für Pfeifentabak. Und die liegt bei fast nur einem Viertel der Tabaksteuer für Zigaretten.

Da freut sich der Bundesfinanzminister. Aus dem Schäuble-Ministerium, angesprochen auf Steuer für E-Zigaretten bzw. deren Liquids, hört man nur, dass man keine nationalen Alleingänge bei Dampfen und Dampfsteuer unternehmen möchte.

Und die Kommission in Brüssel wertet noch die öffentliche Konsultation von Mitte Februar aus. Das kann dauern. Und ob dann überhaupt ein Vorschlag zur Besteuerung vorlegen wird, ist noch zweifelhaft.

Man hat es nicht leicht als Dampfer: Erst wird man mit Tabakzigaretten in einen Topf geworfen und dann mit Iqos.

Dann warten wir mal in dampfender Ruhe und Gelassenheit das nächste Jahr ab.

Bis dahin empfehlen wir gerne den Artikel des Kollegen Markus Grabitz aus Brüssel: Das Rauch-Imperium schlägt zurück

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