Schweizer Wissenschaftsstreit um Iqos

Passend zum Fest, wo noch einige E-Zigaretten unter den Baum gekauft werden können, überziehen die Werbungen vom Iqos-Heeter von Philip Morris und der Vype-E-Zigarette von BAT die Plakatwände.




Vor allem der Zigarettenmarktführer Philip Morris geht auch wissenschaftlich in die Offensive. Gemäß eigenen Untersuchungen sind die Heeter ein gesundheitlicher Fortschritt gegenüber den klassischen Fabrikzigaretten aus dem eigenen Haus wie Marlboro.

Dem ist nun vor wenigen Tagen das Bundesinstitut für Risikoforschung, kurz BfR, mit einer eigenen Studie beigesprungen. Ergebnis: Tabakerhitzer: Erste Untersuchungen des BfR bestätigen reduzierte Emission, wie das „Ärzteblatt.de“ meldet.
Große Freude beim Hersteller der Iqos und breit gestreut in den Medien. Allerdings zeigte sich das DKFZ, das deutsche krebsforschungszentrum in Heidelberg, bei der 15. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle letzte Woche beim Einstimmen in den Jubel zurück.

Wichtig für die User der E-Zigaretten mit Liquids ist die Bewertung des BfR: Im Vergleich zum Tabakerhitzer sei die tabakfreie E-Zigarette aller Voraussicht nach mit geringeren Risiken belastet, schätzt der BfR-Experte laut Ärzteblatt.

Jetzt kommt allerdings ein Störfeuer aus der Schweiz. Die Universitäten von Bern und Lausanne untersuchten ihrerseits die Iqos und erbrachten für den Tabakmulti weniger gute Ergebnisse. Sie analysierten den Rauch von Tabakerhitzern und verglichen sie mit dem Rauch von verbrennenden Zigaretten. Dabei fanden sie im Qualm der Iqos auch krebserregende Stoffe wie Acetaldehyd oder Benzopyren und Kohlenmonoxid.

Das rief die Forscher und Vertreter von Philip Morris auf den Plan, die den Universitäten „methodische Mängel“ unterstellten, wie der Schweizer „Tagesanzeiger“ meldet: Vernebelungstaktik

Dabei geht es vornehmlich um die Bewertung, ob – wie bei der Fabrikzigarette – beim Bedampfen und Erhitzen von Tabakblättern wie bei Iqos „Rauch“ entsteht und damit die Diskussion um Nebenstromrauch und deren Inhaltsstoffe hochkocht. Und plötzlich geht das Gespenst von „Passivrauch“ bei den Heeter um.

Da ist noch viel Dampf nach oben – und weitere Studien werden folgen auch aus den USA. eGarage bleibt dran.

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