Schwächelt Iqos?

Eine knackige Überschrift ist es in jedem Fall: „Zigaretten-Alternative Iqos zündet nicht“, schrieb die renommierte Lebensmittel Zeitung (LZ) jüngst über einen Artikel zum Heat-Not-Burn-Produkt aus dem Hause des Tabakriesen Philip Morris. Der Artikel (leider hinter einer Paywall) argumentiert dabei vor allem mit dem Stopp des Baus einer Iqos-Fabrik in Dresden (eGarage berichtete). Die LZ stellt zudem fest, dass Iqos zwar auf „unzähligen Plakatwänden“ beworben werde, aber nur selten in den Händen von Rauchern zu sehen sei. „Der Marktanteil von Iqos ist in Deutschland verschwindend gering.“ Dennoch wird eine Sprecherin von der LZ mit den Worten zitiert, der Konzern sei „sehr zufrieden“.

Konkrete Zahlen für Deutschland liegen nicht vor. In einer im Juli veröffentlichten Präsentation für Finanzanalysten wird allerdings immerhin offengelegt, wie sich in Europa der Anteil von Iqos am Zigarettenmarkt entwickelt. Demnach ist er im zweiten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum immerhin von 0,2 auf 1,0 Prozent gestiegen. Es gebe 1,2 Millionen Iqos-Nutzer. In Japan liegt er schon bei rund einem Drittel. Dort sind allerdings zum Beispiel E-Zigaretten mit Nikotin nicht als Rauchalternative erlaubt.

Es bleibt also spannend, ob Iqos, das von vielen Dampfern eher kritisch beäugt wird, zum Erfolg wird oder bald nicht mehr vom Fleck kommt, wenn die hohen Marketing-Ausgaben zurückgefahren werden. Noch ist das nicht entschieden.

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