Kurssturz bei Tabakmultis

Die amerikanische Food and Drug Administration, kurz FDA, landete am Freitag einen Coup – und dann stürzten die Kurse der Tabakzigarettenanbieter dramatisch ab.




Der Chef der FDA, Scott Gottlieb, kündigte an, dass er den Nikotingehalt von Fabrikzigaretten drastisch senken wolle. Schließlich sei das Nikotin für das Suchtverhalten von Rauchern verantwortlich, wie die FAZ berichtet:So will eine Behörde den Amerikanern das Rauchen abgewöhnen .

Dabei fand er sehr heftige Worte wie „die Hälfte der Langzeitnutzer“ würden durch das Produkt getötet.

Des Weiteren will er auf ein Verbot von Menthol einwirken – das ist in Europa schon umgesetzt mit der europäischen Tabakproduktrichtlinie. Wie der Tagesspiegel meldet, finde das im Weißen Haus Unterstützung: Rauchen soll nicht mehr süchtig machen

Noch vor US-Börsenschluss stürzten die Aktien von Altria (Philip Morris), British American Tobacco und Imperial Brands bis zu 10 Prozent ab. Wallstreet online wagt einen Ausblick: Nach dem Absturz – wie geht es weiter? (Philip Morris)

Spannend wird aber der Blick zurück auf den alten Kontinent: was bedeutet so eine Restriktion für den europäischen Markt? Wird es hier auch eine Nikotin-Diskussion geben? Und wird die auch die Liquids für E-Zigaretten betreffen? Stehen weitere Reduzierungen oder Produktmodifikationen ins Haus? Die USA waren schon mal in den 90-er Jahren Vorreiter für Rauchverbote – diesmal vielleicht für heftige Produkteingriffe.

Wie sagte die englische Professorin Linda Bauls bei eGarage: der Raucher stirbt nicht durch Nikotin, sondern am Teer beim Verbrennen des Tabaks.

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